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Luftverschmutzung senkt Geburtsgewicht und erhöht Asthmarisiko bei Kindern

Die Gefahren einer schlechten Luftqualität stellen sich in immer mehr Studien drastisch heraus. Insbesondere auf Kinder wirkt sich Luftverschmutzung negativ aus. Und zwar schon, bevor sie überhaupt geboren sind. Umweltgifte beeinflussen Kinder als bereits im Mutterleib und machen sich später im ganzen Leben bemerkbar. Zwei Untersuchungen belegen jetzt, dass Luftverschmutzung das Geburtsgewicht senkt und und das Risiko für eine Asthmaerkrankung erhöht.

Dass Autoabgase für eine geringeres Geburtsgewicht sorgen können, haben Wissenschaftler durch die Analyse von Daten von 3 Mio. Geburten in neun Ländern ermittelt. Sie stellten fest, dass je höher die Verschmutzung der Luft durch Feinstaub war, dem die werdenden Mutter während ihrer Schwangerschaft ausgesetzt war, desto geringer fiel das Geburtsgewicht des Kindes aus.

Ein geringes Geburtsgewicht wirkt sich auf die Gesundheit des Kindes während seine gesamten Lebens aus. So nimmt das Risiko zu, als Erwachsener an Diabetes oder Herzproblemen zu erkranken.

Luftverschmutzung kann bei Neugeborenen auch zu Asthma führen. In einer Studie hatten Wissenschaftler den Hausstaub bei 349 Schwangeren untersucht, die in innerstädtischen und weniger reichen Gebieten lebten. Dort fanden sie vor allem Verunreinigungen durch Küchenschaben aber auch durch weitere gefährliche Umweltgifte. Bei 279 wurden hohe Anteile von Luftverschmutzung festgestellt. 31% der dann geborenen Kinder entwickelten im Alter von sieben Jahren eine Allergie.

Betroffen von der Allergie waren vor allem Kinder, deren Mütter schon in der Schwangerschaft neben der Verunreinigung durch Küchenschaben auch den Ausdünstungen von sogenannten Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffes (PAK) ausgesetzt waren. PAK gelten als hochgiftig. Sie entstehen bei der Verbrennung Erdöl und Steinkohle und sind in Kunststoffen, Gummi oder Weich-PVC enthalten. Man findet sie beispielsweise in Griffen, Kabeln, Spielzeugen, Schuhen, Klebstoffen und im Zigarettenrauch.

Berliner Ärzteblatt 11.02.2013/ Quelle: ehp, Febr. 2013;  Journal of Allergy and Clinical Immunology 2013
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