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Fische
Omega-Fettsäuren in Fisch können das Risiko für ASL senken (Foto: pte)
ALS: Ernährung kann Risiko senken

Die amyotrophische Lateralsklerose (ALS) ist eine Nervenerkrankung, die zu einer Schwächung und später zu einer Lähmung der gesamten Muskulatur führt. Wissenschaftler haben nun entdeckt, dass Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren das Erkrankungsrisiko senken können.

Ein Speiseplan, der reich an mehrfach ungesättigten Fetten und Vitamin E ist, halbiert das Risiko an amyotrophischer Lateralsklerose (ALS) zu erkranken, wie eine aktuelle Studie des Medizinischen Zentrums der Universität Utrecht zeigt. Diese Erkrankung zählt zu den Motoneuronerkrankungen: „Das ist ein sehr breites Feld an Erkrankungen. ALS tritt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf und führt sehr bald zum Tod, bei Neugeborenen kann zum Beispiel Spinale Muskelatrophie auftreten ", erklärt Reginald Bittner vom European Neuro Muscular Center. ALS äußert sich in Muskellähmung.

Die Forscher ließen 132 ALS-Patienten Fragebögen über ihre Ernährung vor dem Ausbruch der Krankheit ausfüllen, die dann mit jenen gesunder Menschen verglichen wurden. Dabei zeigte sich, dass die ALS-Kranken erheblich weniger mehrfach ungesättigte Fette und Vitamin E zu sich nahmen, als die gesunde Gruppe. Dabei handelt es sich um Omega-3-Fettsäuren, enthalten in bestimmten Pflanzenölen und Omega-6-Fettsäuren, enthalten in Fisch und grünem Gemüse.

Die Schlussfolgerung der Studie: Bei der Einnahme von mehr als 32 Gramm Fett pro Tag sinkt das Risiko einer ALS-Erkrankung um 60 Prozent, verglichen mit der Einnahme von weniger als 25 Gramm. Auch bei der Einnahme von 18 bis 22 Milligramm Vitamin-E sinkt das Krankheitsrisiko um 60 Prozent, verglichen mit der Einnahme von weniger als 18 Milligramm.

Warum diese Fette das Risiko einer Erkrankung derart senken, ist unklar. Es wird vermutet, dass die bei ALS auftretenden Zellschäden durch die Fette verhindert werden. „Es gibt viele Ansätze, die in diese Richtung führen. Stoffe wie Vitamin E oder auch Vitamin C werden schon lange untersucht, um herauszufinden ob sie Zelldegeneration möglicherweise verhindern oder verzögern können", so Bittner. Doch um eine Therapie daraus ableiten zu können, sei der Ablauf von ALS noch zu wenig erforscht.

Die Ursachen der Krankheit sind weit gehend unbekannt, weniger als zehn Prozent werden genetisch übertragen. „Bei den meisten ALS-Formen ist der biochemische Vorgang in der Zelle völlig unklar. Die ALS-Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, denn ALS tritt so spät im Leben auf, dass es schwierig ist, die Familienmitglieder auf mögliche ALS-Fälle zu untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt sind diese oft schon durch andere Ursachen verstorben", erklärt Bittner die Problematik.

WANC 02.05.06/pte

Alzheimer: Häufi- ges Fischessen kann Erkrankungs- risiko senken

 
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