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Vielen ist es unangenehm, wegen psychischen Erkrankungen zu fehlen (Foto: DAK/Wigger)
Psychische Erkrankungen: Wenig Verständnis am Arbeitsplatz

Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu. Vielleicht ist das der Grund, warum die Deutschen die Krankheit zunehmend akzeptieren. Am Arbeitsplatz sieht das aber noch ganz anders aus.

Laut neuestem DAK-Gesundheitsbarometer stimmen 85 Prozent der Aussage zu, dass heute mehr Menschen als noch vor einigen Jahren unter psychischen Erkrankungen leiden. Doch die betriebliche Realität zeigt, dass immerhin 30 Prozent der Befragten glauben, dass der Vorgesetzte wenig Verständnis hat, wenn ein Mitarbeiter wegen psychischer Probleme am Arbeitsplatz fehlt.

Vier von fünf Befragten meinen, dass die Medien eine wichtige Rolle für die erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber diesen Krankheiten spielen. Dagegen wird die Rolle der Allgemeinärzte eher zurückhaltend bewertet. Nur 38 Prozent der Befragten glauben, dass sich Allgemeinärzte heute stärker psychischen Problemen widmen als früher. Die DAK hatte in einer repräsentativen Studie 1016 Bundesbürger befragt. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte die Untersuchung durch.

Trotz größerer Offenheit der Bevölkerung sind psychische Krankheiten im Arbeitsleben immer noch ein Problem. Zwar finden 85 Prozent der Befragten es wichtig, dass die Menschen immer mehr auch auf ihr seelisches Wohlbefinden Acht geben. Aber gleichzeitig wäre es mehr als der Hälfte (56 Prozent) der Befragten gegenüber dem Arbeitgeber unangenehmer, wegen psychischer Probleme zu fehlen als wegen körperlicher Krankheiten. Knapp jeder dritte (31 Prozent) glaubt, dass seine Kollegen wenig Verständnis dafür haben, wenn ein Mitarbeiter wegen psychischer Probleme fehlt. Etwa jeder vierte (26 Prozent) meint, dass psychische Erkrankungen “oft als Vorwand für Blaumacherei missbraucht werden”.

Mehr als die Hälfte hatte weniger als sechs Monate gewartet, bevor sie medizinische oder therapeutische Hilfe in Anspruch genommen haben. Bei fast drei Vierteln der Befragten betrug der Zeitraum zwischen dem Auftreten der Erkrankung und der Kontaktaufnahme mit einem Experten weniger als ein Jahr. Zehn Prozent warteten zwei bis fünf Jahre, fünf Prozent länger als fünf Jahre.

Die DAK weist darauf hin, wie wichtig bei psychischen Krankheiten eine frühzeitige Behandlung beim Spezialisten ist. Werden psychische Erkrankungen nicht früh genug behandelt, drohen sie chronisch zu werden und verschlimmern sich.

In der Studie wurde auch gefragt, ob die Befragten selbst schon einmal wegen psychischer Probleme beim Arzt waren. Jeder siebte ist oder war schon einmal deswegen in professioneller Behandlung. Grundsätzlich können sich mehr als 84 Prozent vorstellen, zum Experten zu gehen. Bei der Behandlung fallen Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. Während bei den Frauen fast 21 Prozent angaben, aufgrund eines psychischen Problems in Behandlung zu sein, lag der Anteil bei den Männern mit gut zehn Prozent nur halb so hoch. Der Grund: Männer sind offenbar weniger bereit, über ihre psychischen Probleme zu sprechen.

Mehr als 70 Prozent der Betroffenen sind aus Eigeninitiative in eine Behandlung gegangen. Nur ein geringer Teil (19 Prozent) ist durch Angehörige, Partner oder Freunde motiviert worden. Dies lässt vermuten, dass die Beschwerden, die zum Aufsuchen eines Experten geführt haben, nur wenig im Familien- oder Freundeskreis besprochen wurden. Nur ein sehr geringer Anteil von sieben Prozent ist durch den Hausarzt aufgefordert worden, sich in eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

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