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Walken: Gesund für Herz und Venen
Walking: Fitnesskur für Herz und Venen

Seit geraumer Zeit tummeln sich mehr und mehr sogenannte "Walker" in Parkanlagen und Wäldern. Das "schnelle Gehen" hat sich in den letzten Jahren als Trendsportart in Deutschland fest etabliert.

Nur: Ist Walking wirklich die Wunder-Sportart für Herz und Venen wie stets angenommen? "Ja", sagt Experte Dr. med. Andreas Deicke aus Düsseldorf, "gerade für Untrainierte, Sporteinsteiger oder Wiedereinsteiger ist Walking genau das Richtige, aber auch Sportler kommen voll auf Ihre Kosten."

Die positiven Effekte auf das Herz-Kreislauf- sowie das Venensystem sind laut Deicke enorm.

  • Der gesamte Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt, auch das Gehirn, was die Gedächtnisleistung steigert.
  • Der Blutdruck wird reguliert: Ein erhöhter Blutdruck kann gesenkt werden, ein zu niedriger Blutruck kann angehoben werden.
  • Das Herz arbeitet durch die Herabsenkung der Anzahl der Herzschläge ökonomischer.
  • Die Arterien werden besser durchblutet, was arteriellen Verschlusskrankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugt.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes in den Venen erhöht sich. Damit verringert sich die Gefahr, eine Thrombose zu erleiden.
  • Die Wadenmuskulatur wird gekräftigt. Dadurch erreicht der Sportler eine höhere Leistungsfähigkeit der Wadenmuskelpumpe und damit einen besseren Blutrückfluss aus den Beinen Richtung Herzen.
  • Die Beweglichkeit und Mobilisierung des Sprunggelenkes werden verbessert und folglich auch der Einsatz der Wadenmuskelpumpe.

Vor Trainingsbeginn sollten die Walking-Interessierten mit ihrem Arzt sprechen. Deicke: "Generell empfehle ich jedem, vor Aufnahme des Training seinen Arzt zu konsultieren. Risikofaktoren können abgeklärt werden, die Trainingshäufigkeit und die Trainingsintensität können besprochen werden und erforderliche Voruntersuchungen durchgeführt werden."

Venenpatienten beispielsweise sollten wissen, dass sie auch beim Walking ihre vom Arzt verordneten medizinischen Kompressionsstrümpfe tragen sollten. Walker mit Vorschädigungen des Herz-Kreislauf-Systems etwa müssen strikt ihre mit dem Arzt besprochene Herzfrequenz einhalten. Eine Pulsuhr ist für alle Walker zwar empfehlenswert, aber für Letztere ein Muss.

Fazit des Experten: "Es gibt keine andere Sportart, die so viele positive Effekte auf die Gesundheit hat und gleichzeitig so einfach und für Jedermann sowie zu jeder Jahreszeit durchführbar ist."

WANC 22.07.03

Deutsches Walking Institut

Deutscher Leichtathletik- Verband

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin

 
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