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Flugreisen in ferne Länder: Auf Infektionsgefahr für Babys und Kinder achten
Kinderärzte warnen: Keine Reise mit Babys in die Tropen

Kinderärzte warnen vor Urlaubsreisen mit Babys in die Tropen.

"Grundsätzlich sollte mit einem Kind bis zum ersten Lebensjahr nicht in Gebiete mit erhöhtem Krankheitsrisiko gereist werden", rät der Leiter der Klinik für Kinder und Jugendliche an der Universität Erlangen, Prof. Theodor Zimmermann. Trotz Routine- Impfungen bestehe in diesem Alter noch kein ausreichender Schutz gegen verbreitete Tropenkrankheiten, unterstrich Zimmermann. Kinder seien damit weder vor Malaria und Dengue-Fieber noch vor Hepatitis, Kinderlähmung, Typhus oder Gelbfieber geschützt, sagte der Mediziner. So sei ein Urlaub mit einem Baby in Kenia wegen des hohen Malaria-Risikos "keine gute Idee". Dies gelte auch für Teile der Dominikanischen Republik oder für eine Mexiko-Rundreise, die durch die Malaria-belastete Region Chiapas führe. Ein Risiko, an Kinderlähmung zu erkranken, bestehe in Indonesien.

Bei Reisen mit älteren Kindern sollte bei der Auswahl des Urlaubsziels neben der Infektionsgefahr immer auch die Frage nach dem Niveau der medizinischen Versorgung im jeweiligen Reiseland gestellt werden. "Auch wer die jeweilige Fremdsprache nicht beherrscht, wird später bei der Verständigung mit dem Krankenhauspersonal Probleme bekommen", warnt der Kinderarzt. Zudem solle bedacht werden, dass ein schwer erkranktes Kind "von keiner Fluggesellschaft der Welt" in die Heimat transportiert werde.

Weitere Tipps des Mediziners:

  • Bei Wanderungen und Bergtouren Kinder nicht überfordern,
    Schwere alpine Aufstiege grundsätzlich nicht mit kleineren Kindern unternehmen,
  • daran denken, dass auch der Transport in speziellen Kindertragen auf dem Rücken eines Elternteils für den Sprössling meist eine Strapaze ist,
  • an den Sonnenschutz des Kindes denken – dazu gehören ein breitkrempiger Hut, ein T-Shirt, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille,
  • Kinder bei Hitze immer ausreichend zu trinken geben.

Quelle: WANC .08.02

www.rki.de

www.fit-for-travel.de

 
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