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Urlaub und Kind: Reise sorgsam planen
Ferien mit Kindern: Das richtige Urlaubsziel wählen

Kinder auf Reisen mitzunehmen ist kein Problem, so lange Urlaubsziel, die Art der Anreise und die Urlaubsdauer auf das Alter der Kinder abgestimmt sind. Von kurzzeitigen, touristisch orientierten Reisen in tropische Länder haben kleine Kinder gar nichts, außer dem Risiko, aufgrund der extremen Hitze, der ungewohnten Nahrung und neuen Krankheitserregern - oftmals durch die Nahrung übertragen - gesundheitliche Probleme davonzutragen.

Durchfallerkrankungen sind für den kindlichen Organismus eine viel größere Gefahr als für Erwachsene. Und auch Malaria verläuft bei Kleinkindern oft schwer, häufig auch ohne die typischen Symptome, so dass die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt wird.

Eltern sollten es sich also gut überlegen, ob sie ihre Kinder unter fünf Jahren auf eine kurz dauernde Reise in die Tropen mitnehmen. Lieber sollten Reiseziele gewählt werden, die den Bedürfnissen von Säuglingen und Kleinkindern eher entsprechen. Am besten, Sie suchen sich ein Land aus, in dem ähnliche klimatische Bedingungen herrschen wie bei Ihnen zu Hause. Dann braucht sich das Kind nicht umstellen und wird es Ihnen danken, indem es nicht nächtelang durchschreit. Wenn die Kinder älter sind, wird auch für sie ein Urlaub in exotischer Umgebung ein Erlebnis sein.

Etwas anderes sind natürlich länger dauernde Aufenthalte in den Tropen, zum Beispiel aus beruflichen Gründen. Dabei ist es selbstverständlich, dass Eltern Kinder jeden Alters mitnehmen. Der Aufenthalt sollte jedoch gut geplant werden; bei den Vorbereitungen spielt der Kinderarzt eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt: Je entlegener das Reiseziel und je individueller die Reise, umso intensiver muss die Gesundheitsvorsorge sein.

Jede Fernreise sollte bereits drei bis sechs Monate im Voraus geplant werden, um alle Vorsorgemaßnahmen abdecken zu können. Lassen Sie sich von einem tropenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten.

Nicht nur Erwachsene brauchen Reiseimpfungen, auch für Kinder können Impfungen gegen Gelbfieber oder Hepatitis A notwendig werden. Manche Länder verlangen bei der Einreise bereits bei Säuglingen ab sechs Monaten eine Gelbfieber- Impfbescheinigung. Selbstverständlich sollten die Kinder ihrem Alter entsprechend auch alle Impfungen erhalten haben, die die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) für Kinder empfiehlt: gegen Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Keuchhusten, Haemophilus-influenzae-Typ-b-Infektionen, Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln.

Alle so genannten Kinderkrankheiten kommen in den meisten tropischen Gebieten noch häufig vor. So sterben an Masern weltweit jedes Jahr fast eine Million Kinder, und an Keuchhusten bis zu 400.000. Und ein Schutz vor Malaria ist in den entsprechenden Risikogebieten ebenfalls ein Muss.

WANC 18.05.04/dgk

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