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Impfstoff gegen SARS: Rückt in greifbare Nähe
Erste Tests mit SARS-Impfstoff erfolgreich

Ein potenzieller SARS-Impfstoff hat die ersten Tests erfolgreich abgeschlossen. Außerdem ist man auch der Entstehungsgeschichte des Sars-Erregers auf die Spur gekommen.

Wissenschaftler der University of Pittsburgh und der Centers for Disease Control konnten nachweisen, dass das Immunsystem der Tiere auf die Impfung mit dem neuen Impfstoff reagierte. Ihr Blut bekämpfte SARS im Reagenzglas erfolgreich. In einem nächsten Schritt wird laut BBC sicher zu stellen sein, dass immunisierte Affen auch eine reale Infektion abwehren können.

Für den neuen Impfstoff wurden in einen Adenovirus kleine Stücke des SARS-Virus eingesetzt. Diese Stücke enthielten auch Proteinfragmente der charakteristischen Strahlen, die die Korona bilden. Der Impfstoff wurde Rhesusaffen in die Muskulatur injiziert. Vier Wochen wurde zur Verstärkung der Wirkung eine weitere Dosis verabreicht. Das Blut der Tiere wurde in der Folge auf Immunreaktionen auf die viralen Fragmente untersucht. Es konnten deutliche Nachweise antiviraler Aktivität nachgewiesen werden. Wurde das SARS Virus mit dem Blut der Tier vermischt, konnten die Immunzellen und Proteine das Virus neutralisieren. Adenoviren verursachen normalerweise Infektionen der Atemwege.

Inzwischen ist man auch der Entstehungsgeschichte des Sars-Erregers auf die Spur gekommen. Er stammt nach Ansicht eines kanadischen Forscherteams aus einer Fusion verschiedener Viren von Vögeln und Säugetieren zusammen. Das ergab die genetische Analyse des Sars-Erregers, berichten die Wissenschaftler im Journal of Virology.

Ein ähnliches Phänomen ist den Forschern aus der Entstehung neuer Influenza Erreger bekannt, berichten Wissenschaftler der Universität von Toronto. Sars hat insgesamt 774 Menschen das Leben gekostet, 8.000 Krankheitsfälle wurden registriert. Nach dem Ausbruch der Krankheit wurde der Erreger als Corona-Virus identifiziert. Unter normalen Umständen ist ein solches Corona-Virus nur für Tiere ein Erreger zahlreicher Erkrankungen. Bei Menschen rufen solche Infektionen höchstens einen Schnupfen hervor. David Guttman, Evolutionsgenetik-Experte, hat entdeckt, dass eine Hälfte der DNA des Sars-Virus aussieht wie Coronavirus-Sequenzen aus Säugetieren. Ein anderer Teil sieht aus wie Coronavirus-Sequenzen, die üblicherweise in Vögeln gefunden werden. Die interessanteste Entdeckung war aber das Schlüsselgen, das so genannte Spike-Gen, das eine Mischung aus beiden war. Das Spike-Gen, nehmen die Forscher an, ist jener Teil, der das Virus befähigt, Zellen zu infizieren.

Die Virus-Fusion zwischen Säugetier-Erregern und Vogel-Erregern hat das neugebildete Coronavirus in die Lage gebracht, auch das menschliche Immunsystem zu überlisten, glaubt Guttman. "Diese Kombination hat das Potenzial eine gesamtheitlich neue Struktur zu bilden", so der Experte. Das menschliche Immunsystem habe einen solchen Erreger bisher nicht gekannt, dementsprechend sei auch die Immunreaktion ausgefallen. Dass der Erreger zunächst in einem Kleinsäuger auf einem Markt gefunden wurde, legt nahe, dass diese Tiere durch Vögel infiziert wurden.

WANC 17.12.03/pte

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