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Chien-Jen Chen: "....der Virus könnte sich weltweit vermehren. Von Asien bis hin in die USA und nach Europa."
Vogelgrippe: Keine Entwarnung für Europa

Der taiwanesische Gesundheitsminister Chien-Jen Chen hat vor einem neuerlichen Ausbruch einer Vogelgrippe-Epidemie gewarnt. Der Minister reagiert mit seiner Warnung  auf neuerliche Ausbrüche in den Staaten Vietnam, Thailand, China und Indonesien.

Die Nachricht, dass in Thailand der erste Fall von Mensch-zu-Mensch-Übertragung vermutet wird, lässt Schlimmeres befürchten: Sollte sich der Verdacht bestätigen und eine Übertragung des Vogelgrippe-Virus von Mensch zu Mensch möglich sein, so würde dies schwere Folgen weltweit haben. "Die Krankheit würde sich rasant und exponentiell ausbreiten. Eine infizierte Person könnte die Krankheit auf mehrere Personen gleichzeitig übertragen. Hier liegt ein Vergleich mit SARS nahe, der Virus könnte sich weltweit vermehren. Von Asien bis hin in die USA und nach Europa", warnt Chen.

Doch schon jetzt stellt die Vogelgrippe eine Bedrohung für Europa dar: Importe von Lebend-Geflügel aus asiatischen Ländern sowie Zugvögel bilden potenzielle Risikofaktoren, die den Virus länderübergreifend verbreiten können. Eine weitere Gefahrenquelle: Würde ein Mensch gleichzeitig mit einem herkömmlichen Grippevirus und dem Geflügelpest-Virus infiziert werden, könnte es zur Neubildung eines Grippevirus kommen, der die gesamte Menschheit treffen könnte. Ein Gegenmittel bzw. ein Impfstoff müsste dann erst entwickelt werden. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt, das Einatmen von Kotstaub sowie den Verzehr von ungekochtem Hühnerfleisch bzw. Eiern.

In Taiwan besteht erhöhte Alarmbereitschaft. Eine Reihe von Maßnahmen schützen vor der Ausbreitung des Virus: So werden Zugvögel sowie sämtliche Hühnerfarmen überwacht. Wann immer ein Vogel krank erscheint, wird er unter Quarantäne gestellt und getestet.

Doch nicht nur im Tierreich werden Maßnahmen gesetzt, auch Menschen sind in Taiwan von den Vorkehrungen gegen eine Epidemie betroffen. In Krankenhäusern wird bei allen Patienten mit Fieber der exakte Virustypus festgestellt. Auf Flughäfen sind Infrarot-Kameras installiert, die anzeigen, wenn ein Reisegast eine erhöhte Körpertemperatur aufweist. Bereits mehr als 70 Personen wurden auf diesem Weg auf den Vogelgrippe-Virus hin untersucht.

Mindestens 29 Menschen sind in diesem Jahr der Vogelgrippe bereits zum Opfer gefallen, etwa 100 Millionen Hühner starben oder wurden vorsorglich getötet. Die Geflügelpest wird durch ein Influenza -Virus hervorgerufen und in seltenen Fällen von Geflügel auf Menschen übertragen. Die Infektion erfolgt über direkten Kontakt, das Einatmen von Kotstaub sowie den Verzehr von ungekochtem Hühnerfleisch bzw. Eiern.

WANC 15.10.04/European Health Forum

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