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Mangel an sauberem Wasser: Gefahr für tödliche Infektionen (Foto: WHO)
Tsunamiopfer: Der Kampf um sauberes Wasser

Gesundheitsorganisationen warnen vor der nächsten Katastrophe in den von der Flutwelle betroffenen Regionen. Denn das verunreinigte Trinkwasser fördert Infektionskrankheiten.

Die genaue Zahl der Opfer der verheerenden Flutwelle nähert sich 150.000 Opfern. Doch internationale Organisationen wie die WHO und die Weltflüchtlingsorganisation UNHCR warnen vor einer nachfolgenden Katastrophe durch verunreinigtes Trinkwasser. Nach Berechnungen braucht jeder Mensch mindestens 20 Liter sauberes Wasser täglich. Besonders die ohnehin am stärksten betroffenen Staaten Sri Lanka, Indonesien, Thailand und Indien sind von Erkrankungen, die aus verunreinigtem Wasser entstehen, betroffen.

Cholera, Typhus, Shigelliose und Hepatitis A und E, sind Erkrankungen, die aus verunreinigtem Trinkwasser entstehen. Hinzu kommen noch gefährliche Seuchen wie Dengue-Fieber und Malaria, deren Erreger ebenfalls aus dem Wasser kommen. Solche Erkrankungen können jederzeit in den betroffenen Ländern ausbrechen, warnt die WHO in einer Aussendung.

Notwendig sind vor allem Desinfektionsmittel wie Chlor- und Hypochlorit, die relativ einfach und effektiv anzuwenden sind. Hinzu kommen noch saubere Trinkwasser-Behälter und Kochtöpfe zum Abkochen von Wasser. Damit kann der Ausbreitung von Seuchen zumindest vorübergehend ein Riegel vorgeschoben werden. In weiterer Folge müssen Brunnen und Sanitäreinrichtungen erneuert werden. Die deutsche Welthungerhilfe hat mit solchen Projekten in Sri Lanka bereits begonnen.

"Auch ohne Ausbruch von Cholera sind die Menschen extrem gefährdet, wenn sie Brackwasser aus geborstenen Leitungen oder verseuchten Brunnen trinken", so Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe. Durch den Stress geschwächt, würde eine "normale" Durchfallerkrankung zu einer tödlichen Gefahr werden, so der Experte. Ähnliche Warnungen kommen auch seitens der Hilfsorganisation Care-Deutschland
.

Care-Mitarbeiter aus Indonesien sprechen von einer zweiten Krisenwelle in dem südostasiatischen Land. Bisher sei erste knapp ein Drittel der betroffenen Regionen zugänglich. Neben der horrenden sanitären Situation bilden auch die großen stehenden Wasserflächen, die durch die Flut entstanden sind, ideale Brutplätze für die massive Vermehrung von Moskitos, die Malaria und Dengue-Fieber verbreiten.

WANC 05/06.01.05/pte

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