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Die kardiorespiratorische Fitness beeinflusst Körpergewicht und die Fettverteilung im Körper (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)
Die kardiorespiratorische Fitness beeinflusst Körpergewicht und die Fettverteilung im Körper (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)
Wie wichtig körperliche Fitness für ein gesundes Gewicht ist

Zwischen der körperlichen Fitness und dem Gewicht gibt es einen starken Zusammenhang. Bewegung und Fitness haben den größten Einfluss auf Körpergewicht und Körperfettverteilung, sagt eine Untersuchung. Dabei geht es um die sogenannte kardiorespiratorische Fitness. Wer körperlich aktiv ist, hat aber nicht nur seltener Übergewicht wie jemand, der sich kaum fit hält. Er trägt auch ein geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken.

Die kardiorespiratorische Fitness zeigt an, wie gut Atmung und der Blutkreislauf in der Lage sind, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Sie gibt also weit umfangreicheren Aufschluss über die körperliche Leistungsfähigkeit und den tatsächlichen Gesundheitszustand. Die kardiorespiratorische Fitness beurteilt vor allem den Effekt sportlicher Aktivität auf Herz und Kreislauf und kann Auskunft über das Risiko geben, an eine kardiovaskuläre Erkrankung zu erleiden und ihr möglicherweise zum Opfer zu fallen.

Das Bundesgesundheitsblatt 2012 weist auf Untersuchungen hin, die belegen, dass kardiorespiratorisch fitte Frauen und Männer im Vergleich zu den am wenigsten fitten ein 53% bzw. 43% geringeres allgemeines Sterberisiko und ein um 70% bzw, 47% geringeres Mortalitätsrisiko wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Eine Analyse der Daten von 187.303 Menschen brachte heraus,  dass sich das allgemeine bzw. das kardiorespiratorische Mortalitätsrisiko bei einer Steigerung der kardiorespiratorischen Fitness um 1 MET (= maximale Sauerstoffaufnahme, Indikator für körperliche Leistungsfähigkeit) um ca. 13% bzw. um ca. 15% verringerte.

Jetzt hat eine Studie mit 2.056 gesunden Erwachsenen im Durchschnittsalter von 53,8 Jahren aus ganz Europa gezeigt, dass die kardiorespiratorische Fitness und die körperliche Aktivität unabhängig voneinander und in unterschiedlichem Maße auf das Körpergewicht wirken. Die Forscher ermittelten die Fitness der Testpersonen mit Hilfe eines einfachen, klinisch überwachten Konditionstests. Deren körperliche Aktivität wurde mittels eines die Herzfrequenz und die Bewegung messenden Sensors erfasst, den die Betreffenden an zwei Terminen, die etwa vier Monate auseinander lagen,  für vier Tage auf der Brust trugen.

Dabei ergab sich, dass je besser die Fitness der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war, desto geringer ihr Taillen-Hüftumfang-Quotient bzw. BMI ausfiel. Zudem beobachteten die Forscher bei Frauen eine von der Fitness unabhängige und etwas schwächere Beziehung zwischen der aktuell gemessenen körperlichen Aktivität und den untersuchten Markern für das Körpergewicht. Bei Männern war dieser Zusammenhang nur für den BMI bedeutend.



"Bemerkenswert an unseren Ergebnissen ist, dass Bewegung und Fitness nicht nur unabhängig voneinander das Körpergewicht beeinflussen, sondern die körperliche Fitness die größte Rolle für das Körpergewicht und die Körperfettverteilung spielt", betont Angelika Wientzek vom Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE). Das bedeutet, dass körperliche Fitness bei der Bekämpfung von Übergewicht möglicherweise ein größerer Stellenwert eingeräumt werden muss. So heben die Wissenschaftler denn auch hervor, dass körperlich fit zu sein und diese Fitness auch zu erhalten, besonders wichtig sei, um Übergewicht vorzubeugen.


Berliner Ärzteblatt 09.07.2013/ Quelle: Obesity 2013
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