Fitness
Reisemedizin
Sportmedizin
 
 


Fitness: Wichtiger als andere Gesundheits-Risikofaktoren
Fitness verlängert das Leben von Männern

Eine US-Studie hat gezeigt: Wer fit ist, lebt länger.

Körperliche Aktivität ist im Hinblick auf das Sterblichkeitsrisiko bei Männern entscheidender als Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Rauchen. An der Untersuchung nahmen 6.200 Männer teil, die sich einem Belastungstest unterziehen mussten. Das Sterblichkeitsrisiko für die durchschnittliche Studiendauer von sechs Jahren sank mit steigender Belastbarkeit. Im Vergleich mit der fittesten Gruppe waren die Teilnehmer in der am wenigsten leistungsfähigen Gruppe viermal stärker gefährdet, im Verlauf der Studie zu sterben.

Fitness spielt für das Sterblichkeitsrisiko eine wichtigere Rolle als Rikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht. So war für einen Mann mit Bluthochdruck, der zu den fittesten Teilnehmer gehört, das Sterblichkeitsrisiko nur halb so hoch wie für einen Probanden mit Bluthochdruck und einem niedrigen Fitness-Level.

Nach Angaben der Wissenschaftler bestätigt die Studie die protektive Wirkung körperlicher Aktivität - sogar für Personen mit anderen gesundheitsrisiken. Sowohl Menschen mit als auch ohne Herz-Kreislauf-Probleme können ihre Lebensdauer verlängern, wenn sie aktiver werden.

Obwohl nur Männer an der Studie teilgenommen haben, sind die Forscher der Ansicht, dass sich die Ergebnisse auch auf Frauen übertragen lassen. Gesunde Erwachsenen sollten sich täglich wenigsten 30 Minuten gemäßigt körperlich betätigen – und zwar allen Wochentagen. Wer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte voher seinen Arzt konsultieren und mit ihm über einen angemessen Übungsplan sprechen.

Quelle: WANC .08.02

The New England Journal of Medicine Mar 14; 346 (11): 852-4

 
Seite versenden  
Seite drucken