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Gut gelaunt und fit zur Arbeit: Dazu ist regelmäßige Erholung notwendig
Regelmäßige Erholung steigert Leistung

Wer erholt ist, ist bei der Arbeit kreativer, ist freundlicher zu Kollegen mehr und zeigt mehr Initiative. Eigentlich ist das ja eine Binse. Doch immerhin hat die Wissenschaft jetzt bewiesen, wie wichtig Regenerationsphasen für die Leistungsfähigkeit des Menschen sind. Und wie entscheidend es ist, dass sie regelmäßig statt finden.

Gezielte Erholung wie Schlaf und Sport habe einerseits physiologische Wirkung, andererseits schaffe sie auch Selbstwirksamkeit. "Wer erholt ist, weiß, dass er leistungsfähig ist", betont die Psychologin Carmen Binnewies von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Als besonders wichtig für die Arbeitsleistung erwies sich in der Studie die Kontinuität in der Erholung, zu der neben der täglichen freien Zeit auch das freie Wochenende beiträgt. "Das Wochenende macht Aktivitäten möglich, für die unter der Woche keine Zeit bleibt, und lässt den Menschen somit Kraft tanken. Geschieht das nicht, kann das negative Auswirkungen auf die gesamte darauffolgende Woche haben."

Länger andauernde Erholungsphasen wie der Urlaub seien zwar für Leute wichtig, deren Kräfte erschöpft sind, sie hätten jedoch gegenüber der regelmäßigen Erholung nur geringe Bedeutung. "Der Urlaub wirkt höchstens vier Arbeitswochen nach, egal wie lange er gedauert hat", betont Binnewies.

Fällt die Erholung neben der Arbeit weg, versuchen Menschen dies laut Studie durch mehr Arbeit zu kompensieren. "Sie schaffen dadurch kurzfristig eine höhere Leistung, brauchen ihre Ressourcen jedoch auf", warnt Binnewies. In der Folge sinke die Qualität der Arbeit.

Erholungsprobleme haben am ehesten Menschen, die in ihrer Arbeit unter starkem Stress stehen. "Um zum Beispiel Sport zu betreiben, braucht der Körper auch Energie und muss sich anschließend ausrasten können." Gestresste Menschen würden tendenziell wenig Sport betreiben, obwohl sie von dessen Vorzügen überzeugt seien.

Einen Ausweg aus dieser Situation sieht Binnewies in Freizeitroutinen. "Konkrete Fixtermine wie das Schwimmen am Donnerstagabend sind da hilfreich, besonders wenn es in Verabredung mit Freunden geschieht", empfiehlt die Psychologin.

Welche Form der Erholung die beste ist, ist individuell unterschiedlich. "Jeder findet seinen eigenen Weg", erklärt Binnewies. "Viele betreiben in ihrer Freizeit Sport, treffen andere, engagieren sich ehrenamtlich oder machen es sich einfach am Sofa bequem."

Aktive Tätigkeiten tragen mehr zur Erholung bei als passive, wichtig sei außerdem ausreichender und qualitativ guter Schlaf. Die Freizeit sei jedoch nicht immer erholsam, denn manche empfänden etwa die Haushaltsführung als Belastung oder arbeiteten in der Freizeit für andere Arbeitgeber. "Für den Erholungswert kommt es nicht auf die Art der Tätigkeit an, sondern darauf, wie positiv ich sie erlebe", weiß die Psychologin.

So invididuell Menschen ihre Erholung auch gestalten, die Untersuchung stellte dennoch Berufstrends fest. Lehrer zeigten etwa tendenziell positive Auswirkungen auf passive Erholung. "Das hängt vielleicht mit dem Trubel zusammen, den sie in ihrer Arbeit mit den Kindern empfinden", vermutet Binnewies. Auch soziale und ehrenamtliche Tätigkeiten böten sich an, wobei Menschen mit einem großen Ausmaß arbeitsbedingter Sozialkontakten hier gelegentlich an Grenzen stoßen, wie Binnewies bei der Untersuchung von Flugbegleiterinnen zeigte.

WANC 27.11.08, Quelle: Universität Mainz/pte

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