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Blutstau in den Beinen: Stress beeinflusst die Blutgerinnung
Wenn das Blut in den Adern stockt

Lungenembolie, Schlaganfall und Herzinfarkt sowie schwere Blutungen: Wenn die Blutgerinnung nicht mehr funktioniert, kann dies lebensbedrohlich für den Betroffenen sein. Psychischer Stress, Ernährung und Sport können die Blutgerinnung beeinflussen.

"Die Blutgerinnung hat eine Schlüsselrolle bei verschiedenen Erkrankungen, die von unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen behandelt werden", erklärt Prof. Peter P. Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Allerdings ist der Mechanismus komplex: Eine Kaskade von Proteinen muss durchlaufen werden, bis das Blut eindickt.

Auch bei der Arteriosklerose, der Ablagerung von Bindegewebe und Kalk (so genannte "Plaques") in den Blutgefäßen, spielt die gestörte Blutgerinnung eine wichtige Rolle. So können Entzündungsprozesse in den betroffen Gefäßen ein zentrales Molekül namens NF-kappa B aktivieren, welches wiederum blutgerinnungsfördernde Mechanismen auslöst. Gleichzeitig werden Proteine, die die Gerinnung verhindern können, gehemmt. Dieses Ungleichgewicht fördert die Bildung von Blutgerinnseln, die sich von den Plaques lösen und Gefäße verschließen können, z.B. bei Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Pychischer Stress, Ernährung und Sport beeinflussen die Blutgerinnung. Beispielsweise reicht Stress aus, um thrombotische Erkrankungen zu fördern. Eine ausgewogene mediterrane Ernährung, geringe Zufuhr gesättigter Fette und moderate körperliche Bewegung sind dagegen geeignet, das Risiko thrombotischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu mindern.

Entscheidend für die Blutstillung sowie die Ausbildung von Thrombosen ist der "Signalvermittler" namens G13, der  die Ausbildung arterieller Gefäßverschlüsse, die durch Zusammenklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten) verursacht werden, beeinflusst. Das Protein solll nach Ansicht der Wissenschaftler ein wichtiger Ansatzpunkt für die Entwicklung effektiver Medikamente gegen Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Bei der erblich bedingten Thrombophilie führt eine übermäßige Blutgerinnung zur Ausbildung von gefährlichen Blutgerinnseln. Grund ist eine Genmutation, die dafür sorgt, dass das gerinnungsfördernde Eiweiß Prothrombin im Übermaß produziert wird.

WANC 23.02.05
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