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Wintersport: Skigymnastik gegen Gipsbein
Ski und Rodel gut: Vorher fit machen

Skisaison: Die Freude auf Sonnenschein, weiße Pisten und Pulverschnee steigt. Ob Langlauf, Abfahrt, Rodeln oder Snowboarden: Bewegung an der frischen Luft ist gesund. Ungeübte jedoch fallen schneller auf die Nase und werden so zur Gipsfigur. Wer fit in den Schnee startet, senkt sein Verletzungsrisiko erheblich.

Etwa vier Millionen Deutsche tummeln sich jährlich auf den Pisten. Die wenigsten Skisportler machen sich jedoch Gedanken darüber, dass Skifahren auch Risiken mit sich bringt: Ungefähr 60.000 Wintersportler mussten nach Angaben der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU Ski) in Düsseldorf allein in der Saison 2000/2001 verarztet werden. Das Verletzungsrisiko bei Anfängern liegt dabei sechs Mal höher als bei erfahrenen Skifahrern. Viele der Verletzungen durch Unfälle beim Wintersport könnten vermieden werden, wenn man sich für den Urlaub fit macht.

Wichtig bei der Vorbereitung des Skiurlaubs ist daher nicht nur die Wahl des Skigebiets, sondern auch ein gezieltes Sportprogramm vor dem Urlaub. Damit beginnt man nach Ansicht von Sportmedizinern am besten mindestens drei Monate vorher. Noch besser ist es natürlich, das ganze Jahr über Sport zu treiben.

Als Vorbereitung für den Skiurlaub sind viele Sportarten geeignet. Vor allem Kondition, Kraft und Koordinierung sollten trainiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die beim Skifahren besonders beanspruchte Muskulatur: Das sind Gesäß-, Oberschenkel-, Waden- und Hüftmuskulatur sowie Arm- und Schultermuskulatur.
Gut geeignet sind neben Joggen, Fahrradfahren und Schwimmen nahezu alle Trendsportarten wie Mountainbiking, Inlineskating, Wellenreiten oder Windsurfen. Skigymnastik-Kurse oder Body-Work-Out-Programme mit professionellen Trainern werden von Sportvereinen, Universitäten und Fitness-Centern angeboten. Wer lieber zu Hause trainiert, sollte sich entweder ein Skigymnastik-Video besorgen oder sich die passenden Übungen aus Fachbüchern oder dem Internet heraussuchen.

Einfache Übungen für zuhause: Kräftigungs- und Dehnübungen. Als Kraftübungen sind einfache Kniebeugen und Liegestütz möglich, ebenfalls helfen unterschiedliche Beuge-Übungen, einbeinig, zweibeinig, mit Handhanteln, barfuss oder mit Schuhen, mit offenen oder geschlossenen Augen und auf verschiedenem Untergrund.

Für den Urlaubsort gilt: Übertreiben Sie es nicht sofort. Zwei kürzere Streckeneinheiten auf den Brettern am Morgen und Nachmittag sind besser, als gleich durchgehend zu "powern". Die meisten Knieverletzungen passieren am dritten Tag, weil die muskuläre Übermüdung zu Koordinationsproblemen führen kann. Daher spätestens nach drei Tagen Skivergnügen einen Erholungstag einlegen. Denn: Fehlende Pausentage und auch lange Zechabende beim Après-Ski zählen zu den häufigsten Unfallursachen im Skisport.

WANC 23.01.04/dgk

Sportunterricht - Skigymnastik

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