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Ohne Höhenanpassung kann es für Herzpatienten kritisch werden
Bergwandern: Probleme für Herzpatienten

Bergwandern belastet das Herz-Kreislauf-System extrem. Herzpatienten und ältere Menschen tragen deshalb ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt.

Herz-/Kreislaufprobleme sind eine der häufigsten Ursachen für Bergunfälle. Jeder 3. tödlich verunglückte Bergwanderer stirbt an einem Herzinfarkt. Das Herz ist damit die 2.-häufigste Todesursache beim Bergwandern. „Bergwandern erfordert sowohl Ausdauer als auch Kraft. Gerade in sehr steilem Gelände wird der Kreislauf dadurch besonders stark beansprucht", warnt Prof. Wolfram Delius vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Dazu kommen oft noch Hitze, Flüssigkeitsmangel und die dünne Höhenluft. „Höhen zwischen 1.000 und 2.000 Metern sind zwar unproblematisch, darüber hinaus kann es aber für Menschen mit Herzproblemen ohne ausreichende Höhenanpassung kritisch werden", erklärt der Kardiologe aus München. Außerdem dauere es oft zu lange, bis Rettungskräfte vor Ort sind.

Menschen mit Herzproblemen oder einem erhöhten Risiko für Kreislauferkrankungen sollten deshalb keine Extremtouren in den Bergen unternehmen. Dazu zählen vor allem Menschen mit zu hohem Blutdruck und ältere Menschen. „Zwar sollen sich auch Herzpatienten natürlich ausreichend bewegen und Sport treiben. Aber zu hohe Belastungen können kontraproduktiv sein. Regelmäßige Pausen, vor allem bei großer Hitze, und ausreichend Trinken sind deshalb unerlässlich", rät Delius.

Was für jeden Bergwanderer gilt, trifft erst recht auf Wanderer mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zu: Nie ohne Handy aufbrechen, damit im Notfall Hilfe herbeigerufen werden kann. Wer nach einem Infarkt schnell geborgen und behandelt wird, hat höhere Überlebenschancen.

WANC 16.09.08/ Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten (BDI)

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