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Wer beim Sport einen Wadenkrampf bekommt, sollte die betroffene Muskulatur sofort dehnen
Wadenkrämpfe: Dehnen und entspannen

Gegen Wadenkrämpfe hilft nur eines: Die Muskulatur dehnen und entspannen. Ärzte empfehlen zur Vorbeugung eine magnesiumreiche Kost – also Vollkorn, Obst und Gemüse.

Wie ein Messerstich fährt der Schmerz in die Wade – ein Krampf. Jeder dritte Deutsche beklagt sich über gelegentliche Wadenkrämpfe. Oft sind Sportler, Frauen oder Senioren betroffen. Sie werden nachts aus dem Schlaf gerissen oder beim Sport erwischt.

Bei einem Krampf zieht sich ein Muskel schmerzhaft zusammen, ohne sich direkt wieder zu entspannen. Häufige Ursachen für Krämpfe sind Magnesiummangel, Durchblutungsstörungen in den Beinen oder eine Überanstrengung bei Arbeit oder Sport. „Um einem Wadenkrampf vorzubeugen, sollten gefährdete Menschen auf eine magnesiumreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse achten“, rät Dr. Jan-Peter Jansen, praktischer Hausarzt und Schmerztherapeut vom Schmerzzentrum Berlin. Zudem kann es hilfreich sein, sich nachts ein Kissen unter die Knie zu legen, um die Durchblutung zu fördern.

Sobald ein Krampf auftritt, muss die Muskulatur gedehnt werden. Das wird erreicht, indem die Zehen zum Schienbein gezogen werden. Tritt der Krampf im Liegen auf, hilft es aufzustehen, umherzugehen und dabei mit dem Fuß fest aufzutreten. Sollte ein Helfer in der Nähe sein, kann dieser bei angehobenem Bein gegen die Fußunterseite drücken. So kann der Muskel ebenfalls gedehnt und damit entspannt werden. Kommt es zu häufigeren und langanhaltenden Krämpfen, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Betroffene können dort die Ursache abklären lassen, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen.

WANC 10.09.07/sra

Magnesiummangel: Wenn sich die Wade verkrampft

Muskelkrämpfe

 
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