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Kann geistige Aktivität eine Demenz aufhalten? Anscheinend Ja.

Die Hoffnung ist weit verbreitet: Geistige Fitness kann das Gehirn vor Verfall und einem Voranschreiten von Demenz schützen. Dafür, dass ein „Training" die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegen Alterskrankheiten erhöht, gibt es aber keinen Beweis, sagt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Bisher, muss man sagen, denn jetzt gibt es offenbar einen.

Da haben doch Psychiater und Neurologen der Universitäten von Hong Kong und London die Gesundheitsdaten von 15.582 älteren Menschen - 65 Jahre und älter, Durchschnittsalter 74 Jahre - ausgewertet. Diese hatten bei Beginn der Studie, die etwa fünf Jahre dauerte, keine Anzeichen von Demenz. Während der Beobachtungszeit entwickelten 1349 Patienten eine Demenz.

Bei allen Studienteilnehmern wurde die intellektuelle Beschäftigung anhand verschiedener Aktivitäten wie das Lesen von Büchern, Zeitungen oder Magazinen, das Spielen von Brettspielen, Mahjong oder Kartenspielen oder das Wetten von Sportereignissen bemessen. Unterschieden wurden auch, ob es sich um soziale, sportliche oder rein intellektuelle Engagements handelte.

Geistiges Fitnesstraining in Form der oben genannten Betätigungen verminderte das Risiko für eine Demenz um 29%. Grundsätzlich galt, dass mehrere Aktivitäten eher vor einer Demenzerkrankung schützen als wenige - also drei effektiver waren als zwei. Außerdem galt, dass soziale Aktivitäten das Risiko stärker senkten - um 22% - als sportliche Betätigung - um 17%. Wenn dabei aber keine geistige Beschäftigung mit verbunden war, dann nützte das gar nichts, dann erhöhte sich das Demenzrisiko sogar um 3%.

Die Wissenschaftler kommentieren diese Ergebnisse so: Eine gesunde Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung sind in der Lage, das Voranschreiten einer Demenz zu verlangsamen, weil sie die sogenannte „cognitive reserve“ (Reserve geistiger Fähigkeiten) auffüllen. Das geistige Fitnesstraining sorgt aber für eine bessere Verbindung und Funktionen der verschiedenen Gehirnareale. Bei allen Aktivitäten stehe die aktive Teilnahme an der intellektuellen Herausforderung im Vordergrund.

01.06.2018 cs / Quelle: JAMA Psychiatry

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