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Zweifel an der Vaterschaft: Geheime Tests soll es nicht mehr geben
Strafe für heimliche Vaterschaftstests

Heimlichen Vaterschaftstests droht zumindest in Deutschland das Aus. In Zukunft sollen derartige Tests, die ohne Einwilliung der Frau vorgenommen werden, strafrechtlich verfolgt werden.

Diese Neuregelung kündigte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in einem Gespräch mit der Zeitschrift "Brigitte" an. Bestraft werden sollen jene Männer, die ohne schriftliche Einwilligung der betroffenen Frauen (und Kinder) genetische Spuren testen lassen, ebenso Labors, die solche Untersuchungen vornehmen.

Zypries zeigte sich empört über das florierende Geschäft mit dem Zweifel vieler Männer an ihrer Vaterschaft. Sie finde es "unglaublich", so die Ministerin weiter "dass Labors sogar in der U-Bahn werben, man solle anonym genetische Spuren einschicken. Dabei handelt es sich um einen schweren Eingriff in die Intimsphäre." Im Internet werden derarige Test schon für 200 bis 300 Euro angeboten. Das Verbot wird Teil des geplanten Gendiagnostikgesetzes sein. Bei einem Verstoß soll nach Vorstellung von Brigitte Zypries eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr drohen. 

Ihr sei bewusst, erklärte Zypries, dass das Gesetz umgangen werden könne, da die Tests in zahlreichen europäischen Nachbarländern erlaubt sind. Sie wolle sich deshalb für eine europäische Regelung einsetzen. Gleichzeitig sei es wichtig, in Deutschland eine öffentliche Diskussion über das Problem anzustoßen und zu fragen, "warum Männer den Frauen so massiv misstrauen", dass sie heimliche Tests machen lassen.

WANC 05/06.01.05
Bundesverband der Sachverständigen für Abstammungs- gutachten

Quarks: Vaterschaftstest

Wikipedia

 
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