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Um das Thema Sexualität machen Ärzte und Patienten einen Bogen (Foto: DAK)
Sexualität: Immer noch Tabuthema beim Arzt

Für viele Ärzte ist es auch heute noch immer nicht selbstverständlich, ihre Patienten nach der Sexualität zu fragen. Allerdings haben auch viele Menschen Hemmungen, ihren Arzt auf ihre Probleme anzusprechen. Doch die meisten wünschen sich gerade hier ein kompetentes Gespräch.

Das Erleben von Sexualität beeinflusst wesentlich das körperliche und psychische Wohlbefinden. Doch sexuelle Probleme - sowohl bei Mann und Frau - sind häufig. Sie beeinträchtigen das Selbstwertgefühl und belasten die Partnerschaft. Denn viele Paare reden nicht darüber und der Betroffene gerät immer mehr unter Druck - ein Teufelskreis.

"Das Thema Sexualität sollte in der Arzt-Patienten-Beziehung endlich aus der Tabuzone heraus. Denn um dem Betroffenen helfen zu können, müssen Ärzte das meist vielschichtige Problem aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten", sagt Professorin Dr. Anke Rohde, Leiterin der Gynäkologischen Psychosomatik an der Universitäts-Frauenklinik.

Neben psychischen Ursachen wie Ängste, Schamgefühl und traumatische Erfahrungen beeinflussen auch Werte und Normvorstellungen sowie physische Störungen die sexuelle Funktionsfähigkeit. Hormonelle Störungen oder Medikamente können beispielsweise zu einer verringerten sexuellen Lust und Orgasmusstörungen führen.

In den Wechseljahren haben manche Frauen Schmerzen, da die Schleimhaut der Scheide trockener ist, oder Männer nach einer Prostataoperation. "Fälschlicherweise wurden psychogene Faktoren lange als Hauptursache der Impotenz angesehen. Doch gerade Erektionsstörungen basieren häufig auf organischen Ursachen", sagt Professor Dr. Stefan Müller, Direktor der Urologischen Universitätsklinik.

WANC 10.01.05
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