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Magnesium: Höchstmenge beachten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine Tageshöchstmenge für die Aufnahme von Magnesium fest gelegt, ab der es möglicherweise zu Nebenwirkungen kommen kann. In diesem Zusammenhang weißt das BfR darauf hin, „dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse grundsätzlich die beste Ernährungsstrategie ist und den gesunden Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt. In den meisten Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel deshalb überflüssig“.

„Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend, viele Menschen glauben, dass sie damit gesundheitliche Vorteile erzielen“, sagt BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. „Aber auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann zu gesundheitlichen Risiken führen.“

Die Tageshöchstmenge für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln sollte 250 Milligramm (mg) nicht überschreiten, rät das Institut, und sollte auf mindestens zwei Einnahmen pro Tag verteilt werden. Diese Menge gilt zusätzlich zur Magnesiumaufnahme über die normale Ernährung und für Personen ab vier Jahren.

Mehr Magnesium pro Tag kann unerwünschte Wirkungen nach sich ziehen. In Studien wurden bei Mengen von etwa 360 mg pro Tag Durchfälle oder andere leichte gastrointestinale Beschwerden fest gestellt. In einer Studie wurden 1x300 mg Magnesium pro Tag (in Wasser gelöstes Trimagnesiumdicitrat) über sechs Wochen an Personen mit Beinkrämpfen gegeben. Bei 12 von 47 Personen (26 %) trat Durchfall neu auf  gegenüber 5 von 47 (11 %) Personen unter Placebogabe (Scheinmedikament ohne Wirkung). In einer weiteren Studie mit Gabe von 3x100 mg Magnesium pro Tag (als Magnesiumbisglycinat-Chelat in Tabletten) an schwangere Frauen über vier Wochen wurde bei sechs von 43 Frauen (14 %) das Auftreten von Durchfall beobachtet, gegenüber einer von 43 Frauen unter Placebo. Auch das Auftreten von Übelkeit war unter Magnesiumgabe erhöht (elf Fälle versus sechs Fälle unter Placebo).

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz könnte bei hohen Magnesiumzufuhren die Magnesium-Homöostase (Zustand des Gleichgewichtes) gestört sein und daher bei dieser Patientengruppe  das Risiko einer akuter Hypermagnesämie (Magnesiumüberladung) bestehen. Bei schweren Fällen kommt es zuerst zu Muskelschwäche und Gefühlsstörungen typischerweise im Gesicht, später können dann Atemlähmung, Schock, Herzversagen und Koma auftreten und zwar ab einer Konzentration rund 12 mg/dl.

13.12.2017 cs/ Quelle: Stellungnahme Nr. 034/2017 des BfR

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