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Schon wieder mehr Haare verloren?: Manchmal kann die Umstellung der Ernährung helfen
Essen für Haarwuchs und gegen Haarausfall

Bei der Behandlung von Haarausfall sollte auch über eine Ernährungsumstellung nachgedacht werden. Denn Haarausfall kann bei Betroffenen manchmal durch eine ausreichende Zink-, Folsäure- und Biotinzufuhr reduziert werden.

Haarausfall hat zwar überwiegend genetische Ursachen oder ist Krankheiten und Medikamenten bedingt. Die Therapie bereitet heute noch Probleme, doch auch wenn dem Körper nicht genügend Bausubstanz für die Haare zur Verfügung steht, kommt es zu Störungen. So müssen Menschen, die untergewichtig sind, zunehmen, um dem Haarausfall Einhalt zu gebieten. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Zink, Folsäure und Biotin kann dazu beitragen, dass schöne Haare möglichst lange erhalten bleiben und Haarausfall gestoppt werden kann, betont Daniela Rösler, Diplom Oecotrophologin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

Haare erneuern sich unter gewöhnlichen Umständen regelmäßig. Spätestens nach sechs Jahren macht das alte Haar Platz für ein neues, so dass ein täglicher Haarausfall von 80 bis 100 Stück ganz normal ist. Unter Haarausfall verstehen Hautärzte den Ausfall von mehr als 100 Haaren täglich über einen längeren Zeitraum hinweg. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das essenzielle Spurenelement Zink. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem Hauptbestandteil von Haaren, Haut und Nägeln. Zudem ist Zink an der Bildung und Quervernetzung von Kollagen beteiligt. Kollagen verankert nicht nur das Haar in der Haut, sondern ist auch für die Haarstruktur von Bedeutung. Zinkmangel kann sich beispielsweise in Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall, ausdrücken.

Zinkreiche Lebensmittel sind:

  • Rindfleisch
  • Eier
  • Käse
  • Austern

Bei starkem Haarausfall ist es dazu ratsam, täglich 15 Milligramm Zink in einer für den Körper gut resorbierbaren Form als organische Zink-Verbindung einzunehmen.

Auch andere Nahrungsinhaltsstoffe sind für die Bildung von Haaren wichtig. Das Vitamin Folsäure ist wichtig, da es eine zentrale Bedeutung für das Zellwachstum und die Zellerneuerung hat. Die Zufuhr von Folsäure ist in Deutschland kritisch und entspricht nur in seltenen Fällen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. Zu den Lebensmitteln, die an der Folsäurezufuhr beteiligt sind zählen vor allem grüne Blattgemüse aber auch Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.

Das zu den B-Vitaminen zählende Biotin ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und somit für die Bildung der Eiweißstruktur der Haare notwendig. Bei Haarausfall sollten mindestens 60 bis 90 Mikrogramm Biotin mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine Unterversorgung mit Eisen führt zu brüchigen Haaren, wohingegen sich ein Defizit an Jod durch trockenes Haar äußern kann. Viele Nahrungsinhaltsstoffe sind mit dem Haarwuchs verknüpft, so dass es notwendig ist, dem Körper durch eine "haargesunde" Ernährung alle benötigten Substanzen zu liefern. Neben der Ernährungstherapie des Haarausfalls muss jedoch auch die medizinische Seite beachtet werden. So sollte beispielsweise abgeklärt werden, ob beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt, die sich durch Haarausfall bemerkbar machen kann.

Zufuhrempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe für Haarwuchs//gegen Haarausfall:
Biotin: 30-60 Mikrogramm // 60-90 Mikrogramm
Folsäure: 400 Mikrogramm-Äquivalent // 600 Mikrogramm-Äquivalent
Zink: 7-10 Milligramm // 15-30 Milligramm organische Zink-Verbindung
Jod: 200 Mikrogramm // 200 Mikrogramm
Eisen: 10-15 Milligramm // 15 Milligramm
Protein: 0,8 Gramm // 1,0 bis 1,2 Gramm

WANC 26.11.03

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