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Milch kann bedenkenlos in der Mikrowelle erhitzt werden
Mikrowelle: Kein negativer Einfluss auf Lebensmittel

Immer wieder ist zu hören, dass bei mikrowellenerhitzter Milch gesundheitlich bedenkliche Stoffe, z. B. größere Mengen der Aminosäure D-Prolin, gefunden wurden.

D-Prolin ist ein Abbauprodukt des Milcheiweißes, das in geringer Menge auch in Lebensmitteln wie Kaffee oder Emmentaler Käse enthalten ist. Wie sich jedoch bei genauerem Hinsehen herausstellte, wurde die Milch bei diesem Experiment aber nicht in einem handelsüblichen Mikrowellengerät, sondern unter Laborbedingungen in einem Druckgefäß vor einer Mikrowellenquelle auf über 170° C erhitzt – unter Bedingungen also, die im Haushalt nicht vorkommen, so der Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid) in Bonn.

Auch andere Behauptungen, z. B. der Verzehr mikrowellengegarter Speisen würde krebserregende Reaktionen im Blut auslösen, konnten laut aid wissenschaftlichen Überprüfungen nicht standhalten. Lebensmittelinhaltstoffe verhalten sich bei der Mikrowellenanwendung nicht anders als bei jeder anderen küchentechnischen Wärmebehandlung. Mikrowellen haben eine ausschließlich thermische Wirkung, das heißt, sie wandeln sich im Lebensmittel sofort und vollständig in Wärme um. Die Temperaturen sind bei richtiger Anwendung nicht höher als bei herkömmlichen Zubereitungsverfahren. Es entstehen keine anderen Stoffe als beispielsweise beim Garen im Kochtopf.

Quelle: WANC .06.02

aid infodienst

 
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