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Zuckerhaltige Limonaden und Fruchtsäfte erhöhen die Gefahr für eine Diabeteserkrankung (Cornerstone / pixelio.de )
Zuckerhaltige Limonaden und Fruchtsäfte erhöhen die Gefahr für eine Diabeteserkrankung (Cornerstone / pixelio.de )
Limonaden: Das größte Diabetesrisiko

Limonaden erhöhen das Risiko für eine Typ-2 Diabeteserkrankung mehr als jedes andere Lebensmittel, das Fruktose enthält. Laut einer Auswertung verschiedener Studienergebnisse hat z.B. der Zucker in Obst keine so schädigenden Auswertungen auf den Blutzuckerspiegel im Körper.

Fruktose kommt in verschiedenen Nahrungsmitteln ganz natürlich vor, beispielsweise in Obst und Gemüse, natürlichen Fruchtsäften und Honig. Fruktose wird aber auch verarbeiteten Lebensmitteln wie Limonaden, Frühstückszerealien, Backwaren, Süßigkeiten und Desserts in Form von „freiem Zucker“ (free sugars) beigefügt.

Von derartigem Zucker, der also nicht natürlich im Nahrungsmittel vorkommt, soll laut der Weltgesundheitsorganisation WHO täglich nicht  mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag (ca. 10 Teelöffel) für einen durchschnittlichen Erwachsenen (bei einer Kalorienzufuhr von 2.000 kcal) verzehrt werden. Allerdings rät die WHO auch dazu, die Aufnahme freien Zuckers auf 5 Teelöffel pro Tag zu reduzieren. 1 Glas Limonade (200 ml) allein enthält schon 20 Gramm, 1 Becher Fruchtjoghurt (200 g) zwischen 25 und 30 Gramm und eine Rippe Milchschokolade (16,7 g) 9 Gramm. Es braucht also nicht viel, um die empfohlenen Höchstaufnahmemengen zu erreichen.

Ernährungswissenschaftler am St. Michael Hospital und an der Universität Toronto in Kanada haben die Ergebnisse von 155 Studien mit insgesamt 5.086 Teilnehmern analysiert, die sich mit dem Effekt verschiedener Fruktosequellen auf den Glukosespiegel bei Menschen mit und ohne Diabetes beschäftigten.

Grundsätzlich führte Fruktose nicht zu einer schädlichen Veränderung der Glukosewerte, solange die verzehrten Nahrungsmittel keine übermäßigen Kalorien enthielten. In manchen Studien wurden ungünstige Nüchtern-Insulinwerte beobachtet.

Bei der genauen Bestimmung, welche Lebensmittel negative Auswirkungen haben und welche nicht, ergab sich, dass Obst und Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz sogar positive Effekte auf den Glukose- und Insulinspiegel haben. Dieses wurde insbesondere bei Typ-2 Diabetespatienten festgestellt. Durchschnittlich sank der HbA1c-Wert, der einen Aufschluss über die Blutzuckerwert der vergangenen acht bis zwölf Wochen gibt, um 0,22%.

Dagegen zeigte die Aufnahme von gesüßten Getränken wie Limonaden und gezuckerten Fruchtgetränken gesundheitsschädliche Auswirkungen. Der diesen Nahrungsmitteln extra zugesetzte Zucker erhöht z.B. die Insulinresistenz. Insulinresistenz ist eine Vorstufe zu Diabetes und deutet auf eine abgeschwächte Wirkung des Insulin und eine Störung des Stoffwechsels hin.

Warum die in Obst und Gemüse natürlich enthaltende Fruktose so viel weniger gefährlich als der extra zugeführte Zucker ist, erklären sich die Ernährungswissenschaftler so: Da in Obst und Gemüse auch zusätzlich Ballaststoffe enthalten sind, könnte sich das vorteilhaft auf den Glukosespiegel auswirken, weil gleichzeitig

28.11.2018 cs / Quelle: BMJ

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