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Axone beginnen, sich selbst zu zerstören, bevor die Nervenzellen absterben: Das Protein SIRT1 blockiert diesen Prozess
Parkinson und Alzheimer: Nerventod blockieren

Ein neuer Ansatz in der Parkinson- und Alzheimerbehandlung verspricht Hoffnung. Ein Protein soll die Zerstörung von Nervenzellen blockieren.

Ein Protein, das bei Hefe und Würmern die Lebensdauer verlängert, ist die neue Hoffnung bei der Behandlung von Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer. Laut Forschern von der Washington School of Medicine hilft es die Beschädigung von Nervenzellen im Gehirn zu verhindern, die bei derartigen Krankheiten auftreten. Die Wissenschaftler hoffen, dass es ihnen gelingt eine medikamentöse oder genetische Behandlung zu entwickeln, die die Aktivität des Proteins nachahmt.

Die Forscher beobachteten die Axone, die die Nervenzellen mit anderen Zellen verbinden. Bei Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer vermuten die Wissenschaftler, dass die Axone beginnen, sich selbst zu zerstören, bevor die Nervenzellen absterben. Das Protein SIRT1 blockiert diesen Prozess. Dieser Effekt wurde bestätigt, als die Forscher Mäusen ein Medikament verabreichten, das die Aktivität des Proteins zurückschraubt. Infolgedessen verschwand auch der Schutzeffekt.

Die Proteine sind schon früher mit einer Erweiterung der Lebensdauer von Hefe und kleinen Würmern in Verbindung gebracht worden. Forschungsleiter Jeffrey Milbrandt sagte: "Es wird klar, dass dem Tod der Nervenzellen bei diesen Krankheiten eine Degeneration und ein Verlust der Axone vorangeht. Wenn der Mechanismus, die axonale Degeneration zu verzögern oder zu verhindern, durch eine genetische oder pharmazeutische Behandlung aktiviert werden kann, wäre es uns möglich den Tod der Nervenzellen bei neurodegenerativen Krankheiten zu verzögern oder zu verhindern." Den nächsten Schritt sieht er in der genauen Untersuchung, wie SIRT1 den Axonen-Schaden aufschiebt.

WANC 24.08.04pte

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