Einer Untersuchung schwedischer Forscher zufolge ist das Risiko eines Kindes für Übergewicht und einen frühen Diabetes Typ 2 im späteren Leben stark erhöht, wenn die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.
Die Forscher nutzten Daten von 17.000 Frauen einer britischen Entwicklungsstudie von Kindern (British National Child Development Study NCDS). Darin wurden u. a. auch das Rauchverhalten der Mütter während der Schwangerschaft (nach dem 4. Monat) erfasst. Im Alter von 7, 16 und 33 Jahren wurde der Gesundheitszustand der Kinder geprüft.
Ergebnis: Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft bis zu 9 Zigaretten täglich rauchten, hatten ein 34 Prozent höheres, bei 10 oder mehr Zigaretten täglich sogar ein 38 Prozent höheres Übergewichts-Risiko als die Kinder von nichtrauchenden Müttern.
Einen Diabetes hatten bis zum 33. Lebensjahr insgesamt 15 Kinder entwickelt, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht hatten. Das Risiko für Diabetes war bei den Kindern der stark rauchenden Mütter (mehr als 10 Zigaretten täglich) mehr als viermal so hoch wie in der Gruppe der Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft nicht geraucht hatten.
Die Autoren geben zwei mögliche Ursachen für das Ergebnis Ihrer Studie an: Zum einen könnten toxischen Wirkungen des Rauchens, zum anderen der Entzug wichtiger Nährstoffe durch das Rauchen und eine damit verbundene vorgespiegelte Hungersnot den Stoffwechsel lebenslänglich auf vermehrte Energiespeicherung (in Form von Fett) einstellen. Dies würde die vermehrte Entwicklung von Übergewicht und Diabetes im späteren Leben, in dem nicht mehr so viel Fett gespeichert werden sollte, erklären.
Quelle: WANC 08.02