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Bei Kindern, die in der Nähe von Flughäfen wohnen, ist das Lesenlernen verzögert
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Fluglärm: Kinder lernen langsamer
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Wenn Kinder erhöhten Lärmquellen wie etwa den von landenden und startenden Flugzeugen ausgesetzt sind, wirkt sich dies nachteilig auf den Lernerfolg aus.
Die Forscher des Barts and the London NHS Trust untersuchten mehr als 2.800 Kinder in Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Erschütternde an den Studienergebnissen war, dass pro fünf Dezibel Lärm das Lese-Alter der Kinder um bis zu zwei Monate nach hinten verschoben wurde.
Die Studie wurde ausschließlich an Neun- und Zehnjährigen, die um die Flughäfen London Heathrow, Amsterdam Schipol und Madrid Barajas wohnten und zur Schule gingen, durchgeführt. Die drei Flughäfen sind aber nur Beispiele, denn, so die Experten, diese Tatsache gilt für alle anderen Airports der Welt gleichermaßen. Ein US-Forscher gab zu, dass eine frühere amerikanische Studie zu ähnlichen Ergebnissen gekommen war. Die Wissenschaftler um den Studienleiter Stephen Stansfeld stellten fest, dass die Lärmdifferenzen zwischen den einzelnen Messstationen bis zu 20 Dezibel betrugen.
Der Hauptgrund, warum Lärm das Lesenlernen verzögert ist, ist anscheinend, dass Kinder offensichtlich externen Lärm abdrehen. Zu dieser Art Belastungen zählen auch pädagogische Maßnahmen wie Anweisungen der Lehrer oder Schulunterricht. Lärm, egal ob von Flugzeugen oder vom Straßenverkehr, bedeutet für Kinder Stress und reduziert die Lebensqualität. Die Untersuchungen belegen allerdings, dass herkömmlicher Straßenlärm keine Lernstörungen verursacht.
Ergänzend meinte der Mediziner Peter Rabinowitz von der Yale University, komme es auf die langfristige Lärmeinwirkung an. Der Wissenschaftler hatte nämlich Kinder um den alten Münchner Flughafen Riem kurz vor der Schließung und danach untersucht. Demnach waren die Testergebnisse der kognitiven Fähigkeiten von Kindern nach der Schließung des Flugbetriebes wieder deutlich erhöht.
WANC 07.06.05/pte
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