Kinderhaut reagiert empfindlicher auf Temperaturunterschiede (Hitze und Klimaanlage) und die Sonneneinstrahlung. Sie besitzt auch noch keinen Eigenschutz. Dieser baut sich erst langsam ab dem zweiten Lebensjahr auf. Deshalb muß die Haut von Kindern besonders geschützt werden.
UV-Licht-Einwirkung in der Kindheit fördert die Entstehung von Muttermalen (med.: Naevi), eine hohe Anzahl von Muttermalen wiederum ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, irgendwann im Leben an einem schwarzen Hautkrebs zu erkranken.
Zehn wichtige Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne:
- Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten Sie Ihr Kind überhaupt nicht der prallen Sonne aussetzen. Säuglinge und Kleinkinder gehören in den Schatten.
- Auch im Schatten sollen Säuglinge sonnendichte Kleidung tragen. Unbedeckte Stellen können zusätzlich mit Sonnencreme geschützt werden (zum Beispiel am Meer).
- Vorsicht mit Babyöl: Es fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut!
- Lassen Sie auch Kleinkinder nur im Schatten krabbeln und immer Hose, Hut und T-Shirt tragen.
- Nackte Haut, wie beim Plantschen im Wasser, muss besonders gut geschützt werden: Verwenden Sie wasserfeste Creme mit hohem Lichtschutzfaktor oder Sunblocker. Auch bei bedecktem Himmel ist Eincremen notwendig, da trotz Wolken bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen die Erde erreichen.
- Kinder gleich nach dem Plantschen oder Baden abtrocknen, da Wassertropfen auf der Haut wie ein Brennglas wirken.
- Wahl des richtigen Sonnenschutzproduktes: Nehmen Sie keine Gele, diese wirken austrocknend. Wählen Sie Mittel mit Lichtschutzfaktor (=UV-B-Schutz) 35 oder mehr und UV-A-Faktor 16. Lassen Sie sich von Ihrem Hautarzt oder Apotheker beraten.
- Kinder wie Erwachsene etwa eine halbe Stunde vor Sonnenexposition eincremen, denn die Schutzfilter brauchen Zeit, um ihre Wirkung entfalten zu können.
- Falls doch mal was schief geht: Säuglinge und Kleinkinder mit Sonnenbrand gehören zum Arzt!
- Kinder eifern ihren Eltern nach. Gehen Sie daher mit gutem Beispiel voran.
WANC 01.06.05/dgk