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Zwei Gläser Kuhmilch am Tag sind für Kinder gesund (Foto: stock.xchng Image ID: 1155002)
Zwei Gläser Kuhmilch am Tag sind für Kinder gesund (Foto: stock.xchng Image ID: 1155002)
Milch versorgt Kinder mit genügend Eisen und Vitamin D

Gerade für Kinder sind Eisen und Vitamin D wichtig, damit sich der Körper gesund entwickeln kann. Deshalb wirkt sich ein Mangel an diesen Stoffen besonders negativ auf die Gesundheit aus. Ist es aber notwendig, mögliche Mangelzustände mit Hilfe von Medikamenten zu beseitigen? Nein, sagt jetzt eine Studie. Zwei Gläser Milch am Tag reichen.

Kinder benötigen Eisen, damit die Organe bei ihrer Entwicklung ausreichend mit Sauerstoff und Energie versorgt werden. Vitamin D ist für den Aufbau und das Wachstum der Knochen wichtig. Weil Kinder aber häufig zu wenig Eisen und Vitamin D aufweisen, wird Eltern empfohlen, ihrem Nachwuchs Medikamente zu geben. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sagt beispielsweise, dass Vitamin D ab der 1. Lebenswoche bis zum 2. Lebensjahr täglich Tabletten oder Tropfen mit 400 bis 500 Einheiten Vitamin D erhalten sollen. Ab dem 2. Lebensjahr sei eine Nahrungsergänzung von 4000 Einheiten Vitamin D nur für diejenigen Kinder notwendig, die sich nicht genug in der Sonne bewegen.

In der in Kanada durchgeführten Studie wurden 1311 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren zwischen 2008 und 2010 beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass Kinder, die am Tag zwei Tassen Milch - das sind etwa ein halber Liter - tranken, die empfohlenen Eisen- und Vitamin-D-Werte im Blut erreichten. Tranken die Kinder mehr Kuhmilch, dann erhöhte sich zwar das Vitamin D, aber das Eisen verminderte sich. Dahinter steckt die Erfahrung, dass Milch die Aufnahme von Eisen hemmt.

Die Wissenschaftler schließen aus ihren Ergebnissen, dass Kinder, die genug Milch trinken, keine zusätzlichen Medikamente benötigen, um genügend Vitamin D und Eisen zu bekommen. Dieses gelte aber nur für Kinder ab dem 1. Lebensjahr. Und in den Wintermonaten sollten Kinder mit einer dunklen Pigmentierung der Haut doch zusätzlich Vitamin D nehmen, weil dunkle Haut im Winter Sonne nur ungenügend  in Vitamin D umsetzen kann.

Berliner Ärzteblatt 09.01.2013/ Quelle: Pediatrics (doi: 10.1542/peds.2012-1793)
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