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Binge-Drinking: Immer mehr Jugendliche trinken absichtlich so lange Alkohol, bis sie vollkommen "dicht" sind
Binge-Drinking: Saufen bis zum Umfallen

Man trifft sich und man betrinkt sich. Mutwillig. Und zwar so lange, bis nichts mehr geht, bis zur Bewußtlosigkeit. 'Binge-Drinking' nennen Experten derartige Trinkexzesse. Die Trinkgemeinde wird immer jünger. Etwa ein Drittel der 15-Jährigen war bereits zwei Mal in ihrem Leben völlig betrunken.

Immer häufiger treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene, um sich einfach nur "die Kante zu geben". Dieses so genannte Rauschtrinken oder Wochenendtrinken wird als "Binge-Drinking" bezeichnet und ist durch eine kurzfristige, maßlose Alkoholaufnahme gekennzeichnet. Das Robert Koch-Institut weist in seinem Buch "Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Was essen wir heute?" darauf hin, dass nahezu ein Viertel aller 18- bis 24-jährigen Männer und mehr als ein Zehntel der gleichaltrigen Frauen zu viel Alkohol trinken. Gleichzeitig steige das Risiko für alkoholbedingte Unfälle, Gewalttaten und Suizide.

Laut Professor Remschmidt von der Philipps-Universität Marburg trinken etwa neun Prozent der 16- bis 17-Jährigen übermäßig, vier Prozent der Jugendlichen dieser Altersgruppe können als alkoholabhängig betrachtet werden. Hinzu komme oft die gleichzeitige Einnahme anderer Drogen, beispielsweise Marihuana oder Ecstasy. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hierzu Daten in verschiedenen europäischen Ländern erhoben. Danach waren etwa ein Drittel der 15-Jährigen bereits mindestens zwei Mal in ihrem Leben betrunken.

Die Folgen des hohen Alkoholkonsums der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind weitreichend. Dr. Martin Beutel, leitender Arzt der Kraichtalkliniken der Diakonie Baden, warnt vor Störungen der Gehirn-Entwicklung: "Die Gehirnstrukturen, die für das Lernen zuständig sind, sind bei trinkenden Jugendlichen zehn Prozent kleiner als bei nichttrinkenden." In der Folge litten Leistungs- und Lernfähigkeit.
Auch Dr. Sigrid Ley vom Deutschen Grünen Kreuz mahnt: "Die Gefahr süchtig zu werden, ist groß. Langfristiger Alkoholkonsum schädigt außerdem die Leber, aber auch die Bauchspeicheldrüse, den Magen und den Herzmuskel. Ebenso spielt Alkohol bei der Entstehung verschiedener Krebserkrankungen eine Rolle."

Jährlich sterben in Deutschland 40.000 Menschen an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. Darauf machte die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bei ihrer Jahrestagung 2004 aufmerksam. Die Kosten alkoholbedingter Erkrankungen werden auf 20 Milliarden Euro geschätzt.


WANC 28.07.04/efg
Neue Studie zum Alkoholkonsum

Regelmäßiger Alkoholgenuss auch in geringen Mengen schädlich

Suchtgefahr bei Frauen unterschätzt

Diakonie: Binge- Drinking

Jugend und Sucht

Bundesministerium für Gesundheit

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