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Bei körperlich schwer arbeitenden Männern reicht die Qualität des Spermas manchmal nicht aus (Foto: Thommy Weiss/ pixelio.de)
Bei körperlich schwer arbeitenden Männern reicht die Qualität des Spermas manchmal nicht aus (Foto: Thommy Weiss/ pixelio.de)
Harte körperliche Arbeit beeinträchtigt Zeugungsfähigkeit

Auf der Suche nach Gründen, warum manche Ehepaare kinderlos bleiben, bleiben noch immer viele Rätsel.  Jetzt haben Wissenschaftler ergründet, dass der Grund für die Unfruchtbarkeit von Männern in anstrengender körperlicher Arbeit liegen kann. Außerdem gab es zwei weitere Ursachen - Bluthochdruck und die Einnahme von Medikamenten, die dazu führen können, dass die Zahl der beweglichen Spermien für eine Zeugung nicht ausreicht.

Wissenschaftler der Stanford Universität in Kalifornien haben die Daten von 456 Männern im Durchschnittsalter von 31,8 Jahren ausgewertet. Die Männer lebten in einer Beziehung mit einer Frau, die seit mindestens einem Jahr keine Kontrazeptiva mehr einnahm und versuchten, ein Kind zu zeugen.

Von den Männern, die eine schwere körperliche Arbeit ausführten, litten 13% an einer Oligospermie. Bei Männern mit einem Bürojob betrug der Anteil nur 6%. Andere Arbeitseinflüsse wie Hitze, laute Geräusche, beruflicher Stress oder langes Sitzen hatten keinen Einfluss auf die Spermienqualität. Mit Oligospermie bezeichnen Ärzte eine verminderte Anzahl von Spermien im Ejakulat. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat festegelegt, dass eine Oligospermie vorliegt, wenn weniger als 20 Millionen Spermien pro ml Ejakulat gezählt werden. Zur Erklärung: Eine Azoospermie bedeutet das vollständige Fehlen von Spermien. Bei weniger als 1 Million Spermien pro Milliliter Ejakulat spricht man von einer Kryptozoospermie. Der normale Spermiengehalt liegt im übrigen zwischen 40 und 300 Millionen.

Allerdings stießen die Forscher auf zwei weitere Faktoren, die die Fertilität des Mannes negativ beeinflussen können. So war die Zeugungsfähigkeit von Männern mit einem hohen Blutdruck eingeschränkt. Bei ihnen zeigte die Struktur und Form der Spermien häufiger - betroffen waren 21% der Hypertoniker, bei den Männern mit normalem Blutdruck nur 17% - Abnormalitäten.

Auch die Einnahme von Medikamenten konnte die Spermienqualität verändern. Je mehr Medikamente auf der Liste standen, desto größer war das Risiko für eine schlechte Samenqualität. So fand sich bei 7% der Männer, die angegeben hatten, überhaupt keine Arzneimittel zu verwenden, eine Spermienzahl von unter 39 Millionen. Bei denjenigen, die zwei oder mehr Medikamente einnahmen, lag der Anteil aber bei 15%.

Berliner Ärzteblatt 11.03.2015/ Quelle: Fertility and Sterility

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