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Sportliche Aktivität kann Voranschreiten von Prostatakrebs aufhalten

Bewegung ist gesund. Ob und in wie weit Bewegung auch Krebserkrankungen vorbeugt, ist bisher nicht eindeutig belegt. Aber viele Experten sehen eine enge Verknüpfung zwischen dem Risiko für eine Krebserkrankung, der körperlichen Bewegung und der Ernährung. Jetzt haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass sehr flottes Gehen gegen Prostatakrebs helfen kann.

Eine Studie der University of California, San Francisco, zeigt, dass flottes Gehen den Verlauf einer Prostatakrebs-Erkrankung beeinflussen kann. Bei Männern, bei denen der Krebs neu entdeckt wurde und die in der Woche etwa drei Stunden Power Walking absolvierten, verlangsamte sich Wachstum und Ausbreitung des Krebses innerhalb von 31 Monaten um 57% im Vergleich zu Männern, die sich nicht oder weniger bewegten. Die Studie belegt aber auch, dass gemächliches Spazierengehen diese positive Wirkung nicht erzielt.

Insgesamt wurden 1.455 Männern untersucht, bei denen der Prostatkrebs gerade erst diagnostiziert worden war. Diejenigen, die das Power Walking durchzogen, waren von neuen Ereignissen - damit ist das Wiederauftreten der Krankheit, Entstehen von Tumoren in den Knochen oder ein Todesfall gemeint - erheblich weniger oft betroffen. Bei einigen der Männer wurde sogar beobachtet, dass der Tumor während der bewegungsintensiven Zeit nicht weiter gewachsen war.

Kritiker merken allerdings an, dass der Schluss, dass mehr Bewegung das Voranschreiten des Krebs tatsächlich aufhalten könne, voreilig sei. Denn Männer, die das Power Walking betrieben hatten, sein auch jünger und schlanker und Nichtraucher gewesen.  

Dennoch scheint an den Erkenntnissen einiges dran zu sein. Eine bereits 2009 veröffentlichte Studie mit rund 2.700 Patienten über den Zeitraum von gut 20 Jahren war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Die Sterblichkeit derjenigen Personen, die mindestens vier Stunden pro Woche spazieren gingen, war um etwa ein Viertel niedriger als die jener Teilnehmer, die sich weniger als 20 Minuten bewegten. Damit das Voranschreiten des Tumors allerdings beeinflusst wurde, mussten sich die Patienten mindestens fünf Stunden die Woche bewegen: laufen, schimmen, Fahrrad fahren oder Tennis spielen. Stacey Kenfield von der Universität Harvard ermittelte für derart aktive Männer mit Prostatkrebs eine geringere Sterberate.

Eine Erklärung, warum körperliche Aktivität bei Männern mit Prostatakrebs das Leben verlängern kann, haben die Wissenschaftler allerdings bisher nicht gefunden. Sie vermuten aber, dass Bewegung sich günstig auf Einflußfaktoren auswirkt,  die das Wachstum vom Prostatatumoren ankurbeln können: Sie hemmt Entzündungen, stärkt das Immunsystem stärkt und beeinflusst den Hormonstatus.



Berliner Ärzteblatt 31.05.2011/ Quelle: University of California, Cancer Research, pte
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