Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


Wenn der Mann nicht kann: Genetischer Defekt verhindert Reifung der Spermazellen
Warum Männer unfruchtbar sind

Den Schlüssel zu männlicher Unfruchbarkeit haben Wissenschaftler entdeckt. Genetische Defekte in einem bestimmten Molekül verhindern die Reifung der Spermazellen und sorgen so dafür, dass sie unfruchtbar bleiben.

Wissenschafter von Cancer Research UK haben mit JAM-C ein Molekül entdeckt, das eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Sperma spielt. Ursprünglich erforschte das Team die Funktion von JAM-C bei der Bildung neuer Blutgefäße im Umfeld von Tumoren. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass genetische Defekte, die die normale Funktion des Moleküls beeinträchtigen, eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Das geschieht, indem sie die Reifung der Spermazellen blockieren.

Spermazellen entwickeln sich in den Hoden und unterlaufen eine Reihe von Veränderungen bis sie reif und entwicklungsfähig sind. Zu Beginn ihrer Entwicklung sind sie rund. Jeder Fehler in ihrer Entwicklung kann ihre Reifung verhindern und zu männlicher Unfruchtbarkeit führen. Das Team schaltete die Funktion jenes Gens aus, das die Produktion von JAM-C bei Mäusen kontrolliert. Es zeigte sich, dass die männlichen Mäuse unfruchtbar waren und über runde anstatt längliche Spermazellen verfügten. Der leitende Wissenschaftler Ralf Adams erklärte, dass über die biologische Rolle von JAM-C derzeit sehr wenig bekannt sei. "Wir wollten die normale Funktion von JAM-C erforschen."

Das Team untersuchte auch, ob sich die JAM-C-Werte während der Reifung der Spermazellen verändern. Das Molekül war in den runden Zellen weit verbreitet. Auf einer Seite der Zelle konnten jedoch besonders hohe Werte festgestellt werden. Als die Zellen reiften, konnte JAM-C nur noch in den Köpfen des verlängerten Spermas nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler nahmen daher an, dass JAM-C eine Rolle dabei spielt, welches Ende der Spermazelle zum Kopf wird. Sie studierten daher in der Folge die zellulare Verteilung der Moleküle, die diesen Vorgang kontrollieren. Es zeigte sich, dass diese Moleküle in den gleichen Bereichen verteilt waren wie JAM-C. Um festzustellen, ob JAM-C eine ähnliche Rolle beim menschlichen Sperma spielt, wurde seine Verteilung in den Hoden untersucht. Das nachgewiesene Muster war jenem der Mäuse auffallend ähnlich.

WANC 21.09.04/pte

Chlamydien: Beeinträchtigen männliche Fruchtbarkeit

Männersorgen im Klartext

Gyn.de

Humboldt Universität Berlin

 
Seite versenden  
Seite drucken