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Cholesterin: Medikamente senken die Bluttfettwerte und das Tumorrisiko
Cholesterinwerte beeinflussen Prostatatumor

Hohe Cholesterinwerte unterstützen das Wachstum von Prostatatumoren. Eine Studie hat herausgefunden, dass Cholesterinsenker nicht nur gegen zu hohe Blutfettwerte helfen, sondern auch gegen das Tumorwachstum wirken.

Wissenschafter des Children's Hospital Boston
haben nachgewiesen, dass hohe Cholesterinwerte das Wachstum von Prostatatumoren beschleunigen. Zusätzlich wurde erforscht, dass cholesterinsenkende Medikamente wie Statine das Krebswachstum hemmen können. Diese Ergebnisse liefern eine mögliche Erklärung dafür, warum Prostatakrebs in der westlichen Welt mit einer sehr cholesterinhaltigen Ernährung so verbreitet ist.

Die Anzahl der Erkrankungen an Prostatakrebs in ländlichen Regionen Chinas und Japans ist um bis zu 90 Prozent geringer als im Westen. Emigrieren diese Männer in den Westen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Das hat zu der Annahme geführt, dass Umweltfaktoren wie die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Prostatatumoren spielen.

Die Wissenschafter injizierten Mäusen menschliche Prostatakrebszellen und beobachteten ihr Wachstum. Wurden die Tiere mit einer cholesterinreichen Ernährung gefüttert, sammelte sich das Cholesterin in den äußeren Membranen der Tumorzellen an. Dadurch schienen sich die chemischen Signalmuster innerhalb der Zellen zu verändern. In der Folge ignorierten sie Signale zum Absterben und vermehrten sich unkontrolliert.

Die cholesterinreiche Ernährung selbst führte bei den Tieren zu keinen neuen Krebserkrankungen. Sechs Wochen nach der Injektion der Tumorzellen wiesen die Mäuse mit dem cholesterinreichen Futter aber doppelt so viele Tumore auf. Diese Tumore waren zusätzlich auch viel größer.

Wurde ein cholesterinsenkendes Medikament verabreicht, erhöhte sich der Zelltod und das Tumorwachstum kam zum Stillstand. Die erneute Versorgung der Zellmembrane mit Cholesterin führte wieder zu einem unkontrollierten Zellwachstum. Der leitende Wissenschafter Michael Freeman erklärte, dass die aktuelle Studie zeige, wie Krebs durch die Beeinflussung des Cholesterins kontrolliert werden könne. "Unsere Daten unterstützen die Annahme, dass weit verbreitete Cholesterinsenker in der Prävention von Prostatakrebs oder als Zusatzbehandlung sinnvoll sind."


Eine andere Alternative: Man läßt es erst gar nicht so weit kommen und ernährt sich gesund.

WANC 21.03.05/pte
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