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Gesundheitsvorsorge: Nur wenige Männer haben darauf Lust
Männer sind Präventionsmuffel

Männer gehen seltener zu Vorsorgeuntersuchungen und nehmen weniger an Gesundheitskursen teil als Frauen. Erst wenn sie schon ernsthaft erkrankt sind, fangen sie an, sich für Prävention zu interessieren.

"Der kluge Mann baut vor", sagt der Volksmund. Doch Männer erweisen sich häufig als "Präventionsmuffel". So waren beispielsweise bei Bewegungskursen der Techniker Krankenkasse (TK), die Herz-Kreislauf- Erkrankungen vorbeugen, im vergangenen Jahr nur 23 Prozent der Teilnehmer Männer. Dabei sind gerade diese Erkrankungen mitverantwortlich für die kürzere Lebenserwartung der Männer.

"Wir haben die Beobachtung gemacht, dass Männer häufig erst dann einen Präventionskurs belegen, wenn sie Krankheitszeichen - zum Beispiel die Vorboten eines Herzinfarktes - spüren oder schon ernsthaft erkrankt sind", sagt Nicole Knaack, Gesundheitsexpertin der TK. Neu konzipierte Angebote sollen daher mehr Männer motivieren, schon vorbeugend etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Auch bei der Vorsorge hinken Männer hinterher. Nur 31 Prozent der bei der TK versicherten Männer haben sich im vergangenen Jahr vorsorglich auf Krebs untersuchen lassen. Bei den Frauen waren es 64 Prozent. Auch beim Gesundheits-Check-Up, der den allgemeinen Gesundheitszustand unter die Lupe nimmt, hinken Männer hinterher. "Es zeigt sich, dass Frauen und Männer anders mit Gesundheit umgehen", sagt Armin Mechkat, Arzt bei der TK.

Das größere Interesse der Frauen an Gesundheitsfragen könnte daran liegen, dass es bis heute traditionell die Frauen sind, die sich um die Gesundheit in der Familie kümmern - auch neben ihrer eigenen Berufstätigkeit. Als Mutter, Ehefrau oder Lebenspartnerin betreuen und erziehen sie die Kinder, pflegen alte und kranke Eltern und Schwiegereltern.

Aber gerade auch für Männer ist es wichtig, gesundheitlichen Risiken entgegen zu wirken. Bei einer Auswertung von Vorsorgeuntersuchungen im Nachbarland Österreich zeigte sich, dass bestimmte Risikofaktoren bei Männern häufiger vorkommen: Verglichen mit Frauen leiden Männer öfter an Übergewicht und Blutdruckproblemen - vermutlich aufgrund unterschiedlicher Lebensstile. Außerdem treten bei Männern häufiger Fettstoffwechselstörungen auf. "Vorsorgetermine helfen, mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen", rät Mechkat.

Im übrigen: Wer wegen eines Vorsorgetermins zum Arzt geht, braucht keine Praxisgebühr zu zahlen.

WANC 02.12.02

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