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Zöliakie macht Blutgefäße von Diabetikern schneller kaputt

Wer gleichzeitig unter Typ-1-Diabetes und Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidet, dessen Blutgefäße sind erheblich mehr gefährdet, Schaden zu nehmen. Dieses erhöhte Risiko gilt vor allem für mikrovaskuläre Komplikationen (Schädigungen der kleinen Blutgefäße) an den Augen (Retinopathie) oder an den Nieren (Nephropathie).

Zwischen Typ-1-Diabetes und der Unverträglichkeit gegenüber dem Getreideeiweiß Gluten gibt es einen Zusammenhang. So entwickeln Diabetespatienten fünf- bis zehnmal häufiger als andere eine Glutenunverträglichkeit und eine Zöliakie erhöht das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Warum dieser Zusammenhang besteht, ist mit großer Sicherheit auf die gleichen Genvarianten zurückzuführen. Sieben Gene sind bekannt, die gleichermaßen das Risiko für Diabetes oder Zöliakie erhöhen. Woran er letztlich erkrankt, hängt dann davon ab, welche Varianten der betreffenden Gene er besitzt.

56.514 Diabetiker im Alter von über zehn Jahren wurden an 392 medizinischen Zentren in Deutschland und Österreich über einen Zeitraum von rund 20 Jahren beobachtet. 812 hatten eine bestätigte und 4.769 eine diagnostizierte Zöliakie. Es stellte sich heraus, dass die ebenfalls an einer Glutunverträglichkeit leidenden Diabetiker viel früher an einer Retinopathie oder Nephropathie erkrankten als Diabetiker ohne diese Unverträglichkeit.

Bei 25% der Patienten mit beiden Erkrankungen wurde eine Schädigung der Blutgefäße in Augen und Nieren im Alter von 26,7 Jahren diagnostiziert, ohne Zöliakie traf das erst im Alter von 33,7 Jahren zu - also sieben Jahre später. Beim Mikroalbumin Test kündigte sich bei einem Viertel der Patienten mit beiden Krankheitsbildern bereits mit 32,8 Jahren eine beginnende Nierenerkrankung an, das heißt rund zehn Jahre (42,4) eher als bei Patienten, die nur Typ-1-Diabetes hatten.

Obwohl man nun weiß, dass eine Zöliakie bei Diabetikern die Blutgefäße kaputt macht, können die Wissenschaftler eine andere Frage noch nicht beantworten: Sie wissen nämlich noch nicht, ob eine gluten-freie Ernährung, wie sie bei Zöliakie empfohlen wird, das Risiko für Gefäßkomplikationen bei Typ-1-Diabetes reduzieren kann.

26.05.2015/ Quelle: Diabetes Care

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