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Komasaufen bringt erhöhtes Risiko für Diabetes

Binge drinking, Komasaufen oder Rauschtrinken -  der exzessive Konsum von Alkohol schadet der Gesundheit. Das bedeutet: Mehr als 24 - 30g Alkohol pro Tag für Männer und mehr als 12 - 20g Alkohol pro Tag für Frauen sind riskant. Wie riskant, das belegt jetzt eine Studie. Demnach erhöht Komasaufen die Insulinresistenz, was das Risiko für Diabetes stark erhöht.

Dr. Christoph Büttner vom Mount Sinai Krankenhaus, New York, warnt davor, dass Binge drinking die Insulinresistenz erhöhen kann. Wer das über viele Jahre nur einmal die Woche mache, verschlechtere die Verarbeitung von Insulin im Körper. Das aber erhöhe die Gefahr für das metabolische Syndrom, durch Stoffwechselstörungen hervor gerufene Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall, erhöhte Harnsäure, verstärke Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln sowie vermehrte Anfälligkeit von Entzündungen.

Nachgewiesen hat Büttner die Folgen von erhöhtem Alkoholkonsum allerdings nicht am Menschen sondern im Labor an Ratten. Um Rauschtrinken zu simulieren erhielten die Tiere drei Tage hintereinander die Menge von 3g Alkohol pro Kilogramm Gewicht. Die Ratten entwickelten ein Insulinresistenz, die auch noch 54 Stunden, nach dem letzten "Drink" anhielt, als schon kein Alkohol im Blut mehr nachgewiesen werden konnte.

Komasaufen wird in unseren Landen gerne mit jungen Leuten in Verbindung gebracht. Schon Kinder werden dabei beobachtet, dass sie sich ohne Sinn und Verstand volllaufen lassen. So schlagen Krankenkassen seit Jahren Alarm, dass immer mehr Teenager zu viel Alkohol trinken. So stieg die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden mussten bis 2009 auf rund 26.400 an. Doch seit 2010 werden laut Statistischem Bundesamt weniger Komatrinker eingeliefert. Gesundheitspolitiker nehmen deshalb mit Kampagnen auch die Kinder und Jugendlichen aufs Korn. Doch vielleicht sind die dabei auf einem Auge blind. Denn bei den 50- bis 55-Jährigen ist die Zahl der Klinikeinweisungen wegen Rauschtrinken stärker angestiegen als bei den unter 20-jährigen: um fast 200%.

Berliner Ärzteblatt 01.02.2013/ Quelle: Science Translational Medicine
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