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Unterzuckerung kann Demenz beschleunigen

Unterzuckerung ist unangenehm. Anzeichen sind Schweißausbrüche, zittrige Hände, plötzlicher Heißhunger und ein stark schlagendes Herz. Besonders bei Diabetikern tritt eine Hypoglykämie recht häufig auf. Sie kann, wenn nichts dagegen getan wird, zum Koma führen. Wiederkehrende Unterzuckerungen können Herz und Kreislauf schädigen und die Gehirnfunktionen beeinträchtigen. Ob durch Hypoglykämien das Risiko für Demenz steigt, war umstritten. Eine neue Studie bestätigt aber die Gefahren.

In der Studie wurden 783 Senioren mit Diabetes im Durchschnittsalter von 74 Jahren seit 1997 beobachtet. Innerhalb der zwölfjährigen Studienzeit wurden bei 61 Patienten/innen Unterzuckerungen diagnostiziert, 148 entwickelten eine Demenz. Es stellte sich heraus, dass diejenigen mit Hypoglykämien ein zweifach erhöhtes Risiko trugen, eine Demenz zu bekommen. Gleichzeitig hatten diejenigen Patienten/innen mit Demenz ein ebenfalls fast zweimal so hohes Risiko eine Unterzuckerung zu erleiden.

Die Wissenschaftler warnen nun davor, dass Unterzuckerungen die geistige Leistungsfähigkeit einschränken können. Weil andere Studien derartige Zusammenhänge nicht erbracht haben, glauben die Wissenschaftler, dass das Alter der Patienten sowie die Häufigkeit und Schwere der Hypoglykämien entscheidend für die Auswirkungen auf das Gehirn sein könnten.

Warum Unterzuckerungen das Gehirn überhaupt gefährden, kann mehrere Ursachen haben: der veränderte Zuckerstoffwechsel und das Insulindefizit beschädigen die Nervenbahnen im Gehirn, die Zunahme von Sauerstoffradikalen zerstört Gehirnzellen, das Entzündungsgeschehen im Körper wird angeheizt und kann zusammen mit Herz-Kreislauf-Schäden zu kleinen und kleinsten Schlaganfällen führen. die ungleichmäßige Insulinversorgung befördert die Bildung von Plaques, die sich im Gehirn ablagern und es verklumpen.

Berliner Ärzteblatt 11.06.2013/ Quelle: JAMA Intern Med. 2013
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