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Röntgenbild Wirbelsäule
Rheuma kann den Stoffwechsel der Knochen negativ beeinflussen (Foto: Uni Würzburg).
Rheuma kann auf die Knochen gehen

Rheumatische Erkrankungen können Knochenschwund zur Folge haben. Auch Medikamente gegen Rheuma können als Nebenwirkung Osteoporose fördern.

Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis setzt das Immunsystem körpereigene Botenstoffe frei, die den Abbau von Knochen fördern. Dazu gehört unter anderem auch RANKL (Receptor activator of nuclear factor-kappa-B ligand). Dieser Stoff regt die Bildung und Funktion von sogenannten Osteoklasten an - Zellen, die Knochensubstanz abbauen. Beim Gesunden blockieren bestimmte körpereigene Stoffe die Wirkung von RANKL.

"Bei chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen aber offenbar auch im Rahmen verschiedener Formen von Osteoporose ist dieses physiologische Verhältnis jedoch gestört", sagt Prof. Dr. Gert Hein vom Funktionsbereich Rheumatologie und Osteologie des Universitätsklinikums Jena. Dadurch vermehren sich die Osteoklasten - und es kommt zum Knochenschwund. "Im Tierversuch und auch in ersten klinischen Studien an Patienten haben wir erfolgreich verschiedene Wege getestet, in diese Abläufe einzugreifen", so Hein. Praxistaugliche Therapien seien damit in greifbare Nähe gerückt.

Außerdem gibt es weitere Krankheiten, die häufig - zum Teil sogar immer - zu einer Osteoporose führen. Dazu zählen unter anderen Darmkrankheiten und Schilddrüsenüberfunktion.

Auch die Behandlung von Krankheiten kann eine Osteoporose herbeiführen. Verantwortlich ist dafür vor allem eine langjährige Cortisoneinnahme bei Asthma oder bei bestimmten Immunkrankheiten. Und dazu zählt eben auch Rheuma, bei dem zur Behandlung häufig cortisonhaltige Medikamente verwendet werden. Das Problem ist, dass Anti-Rheumamittel die Knochen angreifen können, indem sie Störungen des Knochenstoffwechsels verursachen.

WANC 29.09.06

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