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Auch Männer sind vom Knochenschwund betroffen, wenn auch in geringerer Zahl (Foto: pte)
Osteoporose: Mangelhafte Diagnose und Therapie

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose sogar zu den zehn bedeutendsten Erkrankungen weltweit. Doch die Erkrankung bleibt häufig unerkannt und unbehandelt.

Innerhalb der Europäischen Union erleidet alle 30 Sekunden ein Mensch einen osteoporosebedingten Knochenbruch. Die schleichende Abnahme der Körpergröße ist eine der auffälligsten Folgen der Krankheit, verursacht vor allem durch eine Deformation der Wirbelsäule. "Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit osteoporosebedingten Wirbelkörper-Deformationen. Nahezu die Hälfte der Betroffenen leidet in der Folge unter einem chronischen Schmerzsyndrom", sagte Professor Dr. Christian Krettek, Direktor der Unfallchirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). "Zu oft bleibt die Osteoporose unerkannt und unbehandelt."

Gut 40 Prozent aller operierten Knochenbrüche in Deutschland gehen auf eine Osteoporose zurück. Doch nicht nur die Betroffenen leiden unter den Folgen des "Knochenschwunds", auch das Gesundheitswesen wird durch die Behandlungs- und Folgekosten enorm belastet. "Vornehmliches Ziel muss es daher sein, die Zahl der osteoporose-bedingten Knochenbrüche so weit wie möglich zu reduzieren", betonte Professor Dr. med. Wolf Mutschler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Knapp ein Drittel aller Frauen über 50 Jahre entwickelt im Laufe ihres weiteren Lebens eine Osteoporose. Bei etwa 40 Prozent von ihnen wird dies zu Knochenbrüchen führen. Auch Männer sind vom Knochenschwund betroffen, wenn auch in geringerer Zahl. Häufig folgen einer ersten Fraktur weitere. Denn noch immer wird die Osteoporose in vielen Fällen nicht erkannt und behandelt.

"Gerade mal zehn Prozent der Patienten, die bereits eine Fraktur erlitten haben, erhalten eine adäquate Diagnostik und Therapie", beklagt Mutschler. Dabei ließe sich mit Hilfe einer leitliniengerechten Therapie, bestehend aus Sturzprophylaxe, Vitamin D und Calcium sowie entsprechenden Medikamenten das Risiko einer Folgefraktur um die Hälfte senken.

WANC 14./15.10.05

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