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Kohlgewächse sind anscheinend wirksam gegen Darmentzündungen und Darmkrebs (Foto: w.r.wagner / pixelio.de)
Kohlgewächse sind anscheinend wirksam gegen Darmentzündungen und Darmkrebs (Foto: w.r.wagner / pixelio.de)
Bestimmte Gemüsesorten können vielleicht Darmkrebs verhindern

Gemüse kann helfen, Krankheiten zu verhindern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht es als erwiesen an, dass Gemüse (und Obst) das Erkrankungsrisiko für Hypertonie, KHK und Schlaganfall reduziert. Es gibt aber anscheinend Gemüse, die besonders wirksam gegen ganz bestimmte Erkrankungen sind. Mediziner haben in Tests heraus gefunden, dass Gemüsesorten wie Weißkohl, Grünkohl, Rosenkohl und Brokkoli möglicherweise vor dem Entstehen von Darmkrebs und Darmentzündungen schützen können.

Warum es gerade Kohlgewächse sind, die vor Darmkrebs schützen können, liegt an einer bestimmten Funktion dieser Gemüse: Bei der Verdauung wird im Darm eine ganz besondere Substanz produziert: Indol-3-Carbinol (I3C). Das geschieht durch die im Kohl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe.  I3C wiederum aktiviert das Protein Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AhR), das Schadstoffe binden und so Entzündungen verhindern kann.

Dass der Verzehr von Kohl tatsächlich helfen kann, haben die Wissenschaftler an Mäusen getestet. Konnte der Darm kein AhR produzieren, entwickelten sich zuerst Entzündungen, die dann ziemlich schnell zu Krebs voran schritten. Mäuse, die dagegen eine I3C-haltige Ernährung bekamen, erkrankten weder an Darmentzündungen noch an Darmkrebs.

Tiere, bei denen Vorstufen von Darmkrebs erkannt worden waren, entwickelten nach einem Futter mit beigemischten I3C weitaus seltener Tumore. Und die Tumore waren darüber hinaus auch oft gutartig.

Ob dies auch beim Menschen funktioniert, ist in Bezug auf Darmkrebs noch nicht bewiesen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht gering. Allerdings gibt es viele Hinweise, dass I3C das Wachstum von Östrogen-Rezeptor positiven Tumorzellen um bis zu 90 Prozent hemmt. Auch bei Östrogen-Rezep­tor negativen Mammakarzinomen kam es bei Gabe von I3C zu einer Hemmung des Zellwachstums. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass I3C gezielt in den Stoffwechsel des Sexualhormons Östradiol eingreift, das das Brustkrebsrisiko steigert.

16.8.2018 cs / Quelle: Immunity

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