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Kann Joghurt möglicherweise das Entstehen von Darmkrebs verhindern?

Dass Joghurt vor Darmkrebs schützen kann, vermuten Mediziner schon seit längerem. Was gefehlt hat, war bisher der wissenschaftliche Beweis. Auch wenn Untersuchungen im Labor mehrfach gezeigt haben, dass bei einem vermehrten Verzehr von Joghurt Vorstufen von Darmkrebs seltener auftraten. Jetzt hat eine Auswertung von Daten aus der Krebsvorsorge ergeben, dass Joghurt offensichtlich die Häufigkeit der Erkrankung sinken lässt. Besonders deutlich wurde dieser Zusammenhang allerdings nur bei Männern.

Ausgewertet wurden die Daten von 55743 Frauen und 32606 Männern, die in den Jahren 1986 bis 2012 eine Kolokopie zur Krebsvorsorge hatten durchführen lassen. Außerdem gaben die Studienteilnehmer/innen alle vier Jahre detaillierte Informationen über Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, inklusive wieviel Joghurt sie aßen. 

Während der Untersuchungszeit entwickelten 8116 Frauen und 5811 Männer Adenome. Das sind Geschwüre, die als Vorstufen zum Darmkrebs gelten und in der Regel entfernt werden. 

Es stellte sich heraus, dass Männer, die zweimal  und öfter in der Woche Joghurt aßen im Vergleich zu denjenigen, die überhaupt kein Joghurt verzehrten, eine um 19% verringerte Wahrscheinlichkeit für ein Adenom hatten. Bei Adenomen mit einem hohen Risiko für eine Krebsausbildung war die Gefahr der Krebsentstehung sogar um 26% vermindert. Bei Frauen konnte kein Zusammenhang zwischen Joghurtverzehr und der Entwicklung von Adenomen festgestellt werden. 

Eine Erklärung für die schützende Wirkung von Joghurt könnten die in ihm enthaltenen Bakterien Bacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus sein, die krebsbildende Stoffe binden können. Ungeklärt bleibt aber, warum diese Wirkung bei Frauen nicht funktioniert bzw. warum sie in dieser Studie nicht entdeckt wurde.

20.6.2019 cs / Quelle: GUT 2019

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