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Vogelgrippe: Angst vor Mutationen wächst

Forschungen am niederländischen Erasmus Medical Centre können einem Angst machen. Das H5N1-Virus - Vogelgrippe - könnte sich so verändern, das es von einem Menschen zum anderen übertragbar wird. Was bisher nur in der Theorie durchgeführt wurde, kann sich laut der Wissenschaftler durchaus in der Natur abspielen. Und das ist keine beruhigende Vorstellung.

Bisher sind mehrere Zehnmillionen Vögel an den Folgen der Infektion mit H5N1 gestorben. Hunderte Millionen wurden geschlachtet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Virus ist auch für den Menschen tödlich. Es kann allerdings nur über den engen Kontakt mit infizierten Vögeln übertragen werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind seit 2003 rund 330 Todesopfer zu beklagen.

Schon immer wurde befürchtet, dass das Virus eines Tages mutieren und über Husten oder Niesen übertragen werden könnte. Doch bisher war das Risiko dafür als recht gering beurteilt worden. Diese Einschätzung werden wir wohl revidieren müssen. Denn die neue Studie belegt, dass eine relativ geringe Zahl genetischer Veränderungen ausreicht, um das Virus so gefährlich zu machen. Die Wissenschaftler verglichen die genetische Struktur des Vogelgrippe-Virus mit jenen, die in der Vergangenheit für Grippeepidemien beim Menschen verantwortlich waren. Sie fanden fünf entscheidende Unterschiede, die ihrer Meinung nach jene Mutationen sein könnten, die für eine Übertragung über die Luft erforderlich sind.

In Versuchen haben die Wissenschaftler diese Veränderungen des H5N1-Virus durchgeführt. Der Virus konnte tatsächlich bei Frettchen durch Husten und Niesen übertragen werden.
Anschließend untersuchten Experten der University of Cambridge in einem nächsten Schritt die genetische Struktur von 3.000 Vogelviren und 400 Viren, die beim Menschen auftreten. Es zeigte sich, dass einige dieser Viren über zwei der entscheidenden Veränderungen verfügten, die für eine Übertragung über die Luft vonnöten sind. Berechnungen zeigen, dass es durchaus möglich ist, dass ein Virus auch die drei noch fehlenden Veränderungen durchmachen kann.

Allerdings: Wie wahrscheinlich das Eintreten der vollständigen Mutation ist, das können die Wissenschaftler - noch - nicht vorher sagen.

wanc 22.06.2012/ Quelle: Science 22 JUNE 2012, pte
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