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Insbesondere auf den Touchscreens von Smartphones tummeln sich jede Menge Krankheitserreger (Foto: Kommunikationsverband)
Insbesondere auf den Touchscreens von Smartphones tummeln sich jede Menge Krankheitserreger (Foto: Kommunikationsverband)
Handys: Wahre Bakterienschleudern

Vielleicht kommt die Gefahr ja ganz woanders her. Bisher haben sich Experten untereinander und besorgte Nutzer darüber gestritten, ob das mobile Telefonieren gesundheitsschädlich ist. Die Angst: Die beim Telefonieren mit dem Handy entstehenden Strahlungen können Krebs auslösen. Doch nun belegen Untersuchungen, dass Handys das Tummelfeld für verschiedenste Krankheitserreger sind. Vor allem die Touchscreens von Smartphones, die ihre User überallhin begleiten, ob auf dem Esstisch oder in der Toilette, sind ein idealer Nährboden für Bakterien.

Untersucht wurden die Smartphones im Labor. Auf allen Geräten wurden coliforme Bakterien entdeckt, die in der Regel aus Fäkalien stammen. Eine andere Studie der University of Cape Coast in Ghana hat die Handys von 100 Studenten analysiert. Insbesondere auf Smartphones wurde eine Vielzahl von Mikroorganismen festgestellt, die die Gesundheit angreifen können. Schon vor zwei Jahren hatten Testet 30 Mobiltelefone getestet. Dabei identifizierten sie massenhaft Bakterien. Die Belastung war 18-mal so hoch wie auf dem Knopf einer Klospülung einer Herrentoilette. Darunter auch so unangenehme Kameraden wie die Salmonellen, die ernsthafte Magen-Darm-Infektionen verursachen und in Extremfällen sogar zum Tode führen können.

Dass Hygiene-Experten das Smartphone mittlerweile als Infektionsquelle genauso gefährlich sind wie öffentliche Toiletten einschätzen, wundert da nicht mehr. Zu den am häufigsten übertragenen Erkrankungen gehören Durchfall, Grippe und Augenentzündungen. Das Journal of Applied Microbiology berichtet über eine Studie, die den Anteil der Viren, die allein durch die Berührung des Touchscreens übertragen, auf zwischen 20 bis 30 Prozent beziffert. Einige Erreger machen einen Menschen bereits nach zehn Kontakten krank. Die Bakterienbelastung von Smartphones liegt damit selbst im Vergleich zu bekannten Keimschleudern wie PC-Tastaturen sehr hoch. Auch können manche Viren schlicht durch Berührung auf die Glasoberfläche der Mobiltelefone übertragen werden. Da viele Smartphonehersteller von aggressiven Reinigungsmitteln zum Säubern des Bildschirms abraten, sind die Optionen der User limitiert.

Wie es zu dieser starken Verunreinigung, erklären Ärzte vor allem mit mangelnder Hygiene. Das liegt zum einen daran, dass die Sauberkeit der Menschen anscheinend zu wünschen übrig lässt. Statistiken besagen, dass jeder vierte Bundesbürger auf der Toilette telefoniert. Fast jeder dritte wäschst sich zwar anschließend die Hände mit Wasser, verzichtet aber auf Seife. Und jeder fünfte Deutsche wäscht die Hände nach dem Toilettenmann überhaupt nicht. Das Handys zu Bazillen-Schleudern mutieren, liegt auch daran, dass die sie regelmäßig in die Nähe von Mündern, Nasen und Ohren gelangen. Das oft feuchte und warme Millieu unterstützt das Wachstum von Mikroorganismen.

Zum anderen lassen sich Keime auf den Smartphones nur schwer entfernen. Selbst das Abwischen mit einem Mikrofasertuch, das bis zu 99 Prozent der Keime entfernen kann, reicht oft nicht aus um die Infektionsgefahr zu bannen. Den besten Erfolg brachte in Versuchen eine Reinigung mit reinem Alkohol, der 100 Prozent der Bakterien vernichtete.

Allerdings raten viele Mobiltelefonhersteller, darunter etwa Apple, strikt von der Verwendung aggressiver Reinigungsmittel ab. Der Marktführer im Bereich Touchscreen-Glas, Corning Gorilla Glass, behauptet zwar, dass Reinigungsmittel wie Alkohol seinen Produkten nichts anhaben können. Dieses Versprechen will die Firma aber nicht auf die Funktion der Mobiltelefone ausweiten.

Berliner Ärzteblatt 24.10.2012/ Quelle: Wallstrett Journal, pte, Which
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