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Gibt es bald den Langzeitschutz gegen Grippe?

Bisher wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff gegen Grippe zusammengemixt. Und zwar nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Virenstämme bestimmt, von denen die meiste Gefahr ausgeht. Für die Menschen bedeutet das, sich jedes Jahr erneut impfen zu lassen. Das könnte bald vorbei sein. Wissenschaftler Forscher sind auf einen Antikörper gestoßen, der einen Großteil der Grippeviren abdeckt. Kommt also der Langzeitschutz gegen Grippe?

Gefährlich sind Grippeviren genau aus diesem Grund: Sie verändern sich ständig. Damit kann sie unser Immunsystem schwerer packen und bekämpfen. Hätten die Influenzaviren diese Veränderungsmöglichkeiten nicht, könnte unsere körpereigene Abwehr dank ihres phänomenalen Gedächtnisses den einmal entdeckte Krankheitserreger immer wieder entdecken und unschädlich machen. Leider ist es anders. Und deshalb sitzen Impfexperten jedes Jahr erneut zusammen, um die Krankheitsauslöser zu bestimmen, die aktuell im Umlauf sind.
 
Da es 16 Subtypen von Influenza-A-Viren gibt, macht das die Arbeit nicht gerade einfacher. Doch nun haben britische und Schweizer Wissenschaftler einen Antikörper entdeckt, der anscheinend alle Subtypen gleichermaßen erkennt. Und dann auch neutralisiert. Funktioniert hat das jedenfalls in ersten Labortests.

Das Deutsche Ärzteblatt  beurteilt diese Erkenntnisse eher skeptisch. Bis zu einem wirklichen Medikament würde es noch viele Jahre dauern. Und mit einer solche Therapie könnte man Menschen nur passiv immunisieren, also bereits Erkrankte vor schlimmen Folgen schützen. Doch das sei kostspielig, die Frage der Sicherheit und Wirkung nicht geklärt. Eine aktive Immunisierung, also eine Impfung, die vor einer Erkrankung präventiv schütze, lasse diese Therapie nicht zu.
 
Berliner Ärzteblatt 01.08.2011/ Quelle: Science DOI: 10.1126/science.1205669, Deutsches Ärzteblatt
 
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