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Cholesterin hilft dem Immunsystem

Cholesterin - dieser Begriff ist inzwischen mit ganz vielen negativen Informationen verbunden. Denn Cholesterin - oder besser zu viel davon - wird für schwerwiegende Erkrankungen von Herz und Kreislauf verantwortlich gemacht. Dabei wird häufig vergessen, dass unser Körper Cholesterin benötigt. Beispielsweise für das Gehirn. Eine Untersuchung zeigt nun, dass Cholesterin auch dem Immunsystem hilft.

Unser Immunsystem ist ein lernendes System. Ein einmal entdeckter Krankheitserreger wird vom Gedächtnis der körpereigenen Abwehr gespeichert. Tritt er erneut auf, erinnert sich das Immunsystem und kann sich effektiver gegen die Infektion wehren. Genial.

Jetzt haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass das Wiedererkennen von Infektionsauslösern durch speziellen Gedächtniszellen des Immunsystems gespeichert werden. Die Erinnerung und Reaktion funktioniert, weil Cholesterin die in der Abwehrschlacht gewonnen Informationen praktisch in Zellen bindet. Eine hohe Konzentration des Cholesterins sorgt dafür, dass sich die Gegenantwort des Immunsystems im Gedächtnis ablagert. Wissenschaftler beschreiben das so: Das Cholesterin fügt die Rezeptoren (das sind Zellbestandteile, die Signale des Immunsystems empfangen) wie Klebstoff zusammen.

Was die Untersuchung bisher nicht beantwortet, ist die Frage, ob extra viel Cholesterin auch ein viel besser funktionierendes Abwehrsystem bedeutet. Aus anderen Studien weiß man aber, dass eine cholesterinreiche Kost dem Immunsystem dabei hilft, das Bakterium Helicobacter pylori zu bekämpfen. Dieser Keim ist für Magenleiden verantwortlich.

Und eine Studie (Journal of Leukocyte Biology, Vol. 87, p. 433) der Universität Siena, Italien, hat gezeigt, dass die Senkung von Cholesterin die Fähigkeit der Immunabwehr vermindert, Entzündungen wirkungsvoll zu bekämpfen. Dabei ist aber nicht ganz geklärt, ob diese negative Wirkung allein von der Cholesterinsenkung ausging oder auch die dafür verwendeten Medikamente (Stadien) das Immunsystem schädigen.

Berliner Ärzteblatt 08.01.2013/ Quelle: jbc  doi: 10.1074/jbc.M112.38604
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