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Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist in Deutschland verbreitet und Überträger von Borrelien, die eine Borreliose verursachen können (Foto: BNI / A.Krüger)
Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist in Deutschland verbreitet und Überträger von Borrelien, die eine Borreliose verursachen können (Foto: BNI / A.Krüger)
Vorbeugung gegen Borreliose

Jetzt lauern sie überall: die Warnungen vor den Zecken. Ein Biss, so die Meldung, kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, eine Viruserkrankung, die sich zur Hirnhautentzündung entwickeln kann. Dagegen soll eine Impfung schützen. Doch tatsächlich gab es im vergangenen Jahr nur 423 FSME-Erkrankungen. Die Zecken übertragen aber auch viel häufiger Borreliose, eine Infektionskrankheit, die häufig erst nach Jahren ausbricht und gegen die es keinen vorbeugenden Schutz gibt. Bisher.

Borreliose ist eine gemeine Sache. Ärzte erkennen sie oft nicht oder diagnostizieren sie falsch. Denn nur die Hälfte der Infizierten bildet die typische Wanderröte. Deshalb unterbleibt die sofortige Therapie, die mit ausreichend hoch dosierten Antibiotika die meist vollkommene Heilung verspricht. Manchmal schlägt die Infektion aber erst nach Jahren zu. Dann aber brutal: Kopf-, Muskel- und Nervenschmerzen, Gelenkentzündungen, Lähmungen, psychiatrische Aussetzer, demenzähnliche Zustände und sogar Persönlichkeitsveränderungen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts trifft es jedes Jahr 40000 bis 80000 Patienten neu. Es gibt aber andere Schätzungen, die diese Zahl um das bis zu zehnfache höher ansetzen.

Wie groß die theoretische Gefahr ist, beschreibt Sabine Stauga, Studienärztin am Bernhard-Nocht Zentrum für Klinische Studien (BNCCT): „Mittlerweile sind, je nach Region, bis zu 35 Prozent der Zecken in Deutschland mit Borrelien-Bakterien infiziert.“ Doch wer gebissen wurde, erkrankt nicht gleich: "Tatsächlich erkranken nur rund fünf bis zehn Prozent der Gebissenen."

Stauga testet jetzt ein neues Medikament, das nach einem Zeckenbiss einfach auf die Haut aufgetragen werden kann, um einer Borreliose vorzubeugen. Das neue Medikament ist ein antibiotikahaltiges Gel. Es wäre nach erfolgreicher Zulassung das erste Medikament, das vorbeugend wirkt, weil es die Borrelien bekämpft, bevor sie sich im Körper ausbreiten. Der Wirkstoff Azithromycin ist bereits in Tablettenform als Antibiotikum, unter anderem auch bei Borreliose, im Einsatz. Um die Wirkung des Medikaments auf die Bissstelle zu begrenzen und somit Nebenwirkungen zu minimieren, wurden in früheren Studien Substanzen wie zum Beispiel Öle getestet, die das Eindringen des Antibiotikums in die Haut ermöglichen. Ohne Erfolg: Die Substanzen wurden schlecht aufgenommen, und der Wirkstoff erreichte die tieferen Hautschichten nicht.

„Mit der neuen Gelformulierung ist jetzt eine wirksame, nebenwirkungsarme Behandlungsmethode gefunden worden. Die bisherigen Studienergebnisse sind als erfolgreich einzustufen und sprechen dafür, dass das Gel sehr gut wirkt“, sagt Stauga. Auch zeigten Studien, dass das antibiotikahaltige Gel leicht in die Haut gesunder Menschen eindringe und gut verträglich sei.

wanc 04.06.2012/ Quelle: Bernhard Nocht Centre for Clinical Trials (BNCCT)
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