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Entzündliche Erkrankungen können das Risiko für Demenz erhöhen

Entzündliche Erkrankungen wie es sogenannte Autoimmunerkrankungen sind, können eine Mitschuld an dem Entstehen einer Demenz haben. Bei Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Schuppenflechte und rheumatoide Arthritis) wendet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Neue Untersuchungen belegen, dass die entzündlichen Prozesse bei einem  (SLE) insbesondere bei Frauen das Risiko für eine Demenz erhöht.

Ein Systemischer Lupus erythematodes (SLE) ist eine chronische entzündliche Erkrankung, die verschiedene Organe und Gewebe befallen kann. Am häufigsten betroffen sind die Haut und Schleimhäute, Nieren, Gelenke und Organe des Immunsystems, wie zum Beispiel Lymphknoten und die Milz. Meist verläuft die Krankheit in Schüben, die durch beschwerdefreie Zeiten unterbrochen wir. Beschwerden zu Beginn der Erkrankung sind häufig Hautveränderungen (schmetterlingsförmiger Ausschlag im Gesicht, der sich vor allem nach einem Aufenthalt in der Sonne zeigt, Gelenkschmerzen, Schmerzen beim Ein- und Ausatmen, Durchblutungsstörungen der Finger und eine melancholische bis depressive Verstimmung. Die Patienten fühlen sich müde, sind ereizt und schlecht gelaunt. Sie leiden häufig unter Appetitverlust.

Nicht selten greift SLE auf das Nervensystem über, was sich meist in Kopfschmerzen oder Migräne äußert. Ein Fortschreiten der Erkrankung kann das Hirn und die Psyche schädigen. Dass eine der Folgen Demenz sein kann, hat eine Datenauswertung von 194.483 Frauen im Alter von 28 bis 93 Jahren ergeben, die aus zwei Studien, die erste lief von 1996 bis 2012, die zweite von 1993 bis 2013, gewonnen wurden. Es stellte sich heraus, dass Frauen mit einer diagnostizierten Depression viel häufiger auch an LSE erkrankt waren.

Die Depression wurde anhand von drei Kriterien festgestellt: durch eine Diagnose eines Arztes, die regelmäßige Einnahme von Antidepressiva sowie eine Punktzahl von unter 60 auf einer Skala, die die Schwere einer psychischen Krankheit bewertet, dem sogenannten Mental Health Inventory (MHI-5). Dieses Instrument ermittelt von Fragen die seelische Verfassung eines Menschen und bewertet sie mit einer Punktezahl von 0 - 100. Eine Punktezahl von unter 50 bzw. 55 gilt als eine erhebliche psychische Beeinträchtigung. Oder anders ausgedrückt: Der Wertebereiche von 0 – 50 Punkte bedeutet beeinträchtigte, 51 – 74 Punkte unterdurchschnittliche und 75 – 100 Punkte mindestens durchschnittlich bis überdurchschnittlich gute psychische Gesundheit.

In der Beobachtungszeit traten 145 von SLE auf. Im Vergleich zu Frauen ohne Depressionen hatten Frauen mit einer Depression durchschnittlich ein um das 2,67-fach erhöhte Risiko, auch an einer SLE erkrankt zu sein.

17.9.2018 cs / Quelle: JAMA Psychiatry

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