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Grafik: Falk Nimmerjahn, Peter Sondermann
Die stäbchenförmige Zuckerseitenkette ist die Schwachstelle des Antikörpermoleküls (Grafik: Falk Nimmerjahn, Peter Sondermann)
Autoimmunerkrankungen: Ansatz für Behandlung gefunden

Wenn das Immunsystem verrückt spielt und eigentlich gesunde Zellen angreift, dann können chronische Krankheiten wie Psoriasis, Multiple Sklerose, Arthritis oder Systemischen Lupus Erythematodes (SLE) entstehen. Forscher haben jetzt eine Schwachstelle bei den Antikörpern entdeckt, mit deren Hilfe sie Autoimmunreaktionen im menschlichen Körper unterdrücken können.

Das menschliche Immunsystem ist in der Lage, Bakterien und Viren, die in den Körper eingedrungen sind, effizient zu bekämpfen und so den Organismus vor lebensbedrohlichen Infektionen zu schützen. Kommt es jedoch zu einer Fehlsteuerung im Immunsystem, greifen Antikörper – das ist die Verteidigungsmannschaft des Körpers – fälschlicherweise eigentlich gesundes Gewebe an.  Diese Fehlreaktion des Körpers kann im schlimmsten Fall chronische Erkrankungen wie etwa Multiple Sklerose oder Arthritis auslösen. Weil das Immunsystem durch falschen Einsatz für die Krankheiten verantwortlich ist, nennt man sie Autoimmunerkrankungen,

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben nun einen besonders Erfolg versprechenden Therapieansatz gefunden, der die schädigende Wirkung der Antikörper blockiert. Die Forscher haben ein bakterielles Enzym identifiziert, das die so genannte Zuckerseitenkette des Antikörpers entfernt. Das Zuckermolekül ist Bestandteil jedes Antikörpers. Fehlt die Zuckerseitenkette, kann der Antikörper nicht funktionieren und verliert seine entzündliche Wirkung. Bisher war es der Wissenschaft noch nicht möglich, diese Schwachstelle der Antikörper gezielt anzugreifen.

Im Tiermodell ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine Reihe von Autoimmunerkrankungen erfolgreich zu unterdrücken. Außerdem konnten die Forscher zeigen, dass auch menschliche Antikörper nach Behandlung mit dem Enzym ihre entzündliche Wirkung verlieren. Ein großer Vorteil der neuen Therapie ist, dass das Enzym gezielt auf bestimmte Antikörper wirkt und nicht - wie derzeit gängige Verfahren - das Immunsystem komplett unterdrückt und die Patienten anfällig für Infektionen macht. Die Studie weckt Hoffnungen auf neue therapeutische Möglichkeiten zur Bekämpfung von Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Arthritis oder Systemischen Lupus Erythematodes (SLE). Insgesamt werden gut 60 Erkrankungen als autoimmun bezeichnet.

WANC 26.09.08/ Quelle: Universität Erlangen-Nürnberg

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