Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Psoriasis: Die Gefahr schwerer Infektionen

Psoriasis (Schuppenflechte) ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO eine der schwersten nicht-infektiösen Krankheiten der Welt. Sie beruht auf Vererbung bzw. einem Gendefekt und zeigt sich durch rötlich-entzündete, verdickte und juckende Stellen mit silbrigen Schuppen. Die Behandlung der Krankheit kann aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen haben.

Medikamente gegen Psoriasis sollen bestimmte Stoffe (Zytokine) blockieren, die die Entzündungen auslösen. Medizinische Fachzeitschriften wie das Deutsche Ärzteblatt sprechen davon, dass diese Arzneimittel - die sogenannten Biologika - die Behandlung betroffener Patienten deutlich verbessert hätten. Allerdings oft zu dem hohen Preis von Nebenwirkungen, wie die Schwächung der Immunabwehr. Das hat dazu geführt, dass offenbar die Anfälligkeit für Infektionen unter der Schuppenflechtebehandlung gestiegen ist.

Mediziner in Boston haben nun bei 107707 Psoriasispatienten den Einsatz unterschiedlicher Medikamente überwacht. Und zwar in der Zeit von Januar 2003 bis September 2015. Dabei wurden die folgenden Arzneimittel verschrieben: Acitretin, Adalimumab, Apremilast, Etanercept, Infliximab, Methotrexate oder Ustekinumab. Methotrexate ist derzeit der Therapiestandard, gegen den die anderen Mittel auch verglichen wurden.

Bei der Gabe von Methotrexate wurden zwischen 11,6 bis 15 schwere Infektionen (gerechnet auf 1000 Patientenjahre) aufgezeichnet. Bei Apremilast war die Erkrankunsrate nur halb so hoch, bei Etanercept lag sie bei 75% und bei Ustekinumab 65%. Bei Acitretin, Adalimumab und Infliximab wurde keine Unterschied zu Standardtherapie festgestellt.

Den Medizinern fiel allerdings auf, dass bei der Gabe von Acitretin im Vergleich zu Methotrexate ein um 76% erhöhtes Auftreten von Cellulitis diagnostiziert wurde. Der Wirkstoff Infliximab war bei Patienten  wenig beliebt. Grund: Er muss mittels Infusion verabreicht werden.

18.6.2019 cs / Quelle: JAMA Dermatol.

Schuppenflechte kann auch dem Herz schaden

Psoriasis: Nicht nur die Haut allein

 
Seite versenden  
Seite drucken