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Was tun, wenn es ständig juckt?

Wenn es juckt, ist das lästig. Doch meist stört es einen nicht lange. Problematischer wird es, wenn das Jucken einfach nicht aufhören will. Denn dann kann dahinter eine schwere Hautkrankheit wie Neurodermitis oder Schuppenflechte stecken. Doch über einen quälenden Juckreiz klagen oft auch auch Patienten, die eigentlich keine Hautprobleme haben: bei Nierenversagen und Lebererkrankungen. Chronischer Juckreiz muss vom Arzt behandelt werden.
 
"Der Juckreiz ist ein lang bekanntes Symptom", berichtet Frau Dr. Weisshaar, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hautärztin in der Abteilung Sozialmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Wie es entsteht, das weiß man gar nicht so genau. Anscheinend werden Nervenenden von Botenstoffen wie Histamin gereizt. Dieser Reiz löst eine Juckempfindung aus.

Was man dagegen tun kann? Mediziner blockieren Rezeptoren (das sind Zellen, die Reize an das Nervensystem übermitteln) durch Morphin oder ähnliche schmerzunterdrückende Substanzen. Weiterhin wird die die Bestrahlung mit UV-Licht, die Gabe von Histamin sowie eine Kältepackung eingesetzt.

Studien haben gezeigt, dass ein enges soziales Netz und die Freiheit von Problemen, gegen Hautjucken hilft. Norwegische  Wissenschaftler haben in Oslo mehr als 40.000 erwachsene Stadtbewohner befragt. 7,5% aller Männer und 9,2% der Frauen klagten über Hautjucken. Wer sich allerdings nicht mit Problemen herum schlagen musste, litt weniger unter Juckreiz als diejenigen, die Sorgen quälten.

Dass die Psyche und Juckreiz irgendwie verbunden sind, belegt eine Studie aus Münster. In der stellte sich nämlich heraus, dass mehr als 70% der Patienten mit Juckreiz zusätzlich an psychosomatischen und/oder psychiatrischen Erkrankungen litten.

Berliner Ärzteblatt 26.09.05/ Quelle: International Workshop for the Study of Itch
 
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